10. Dresden Marathon, 19. Oktober 2008
Der Jubiläumsmarathon in Dresden wurde dieses Jahr bei stabiler Hochdruckwetterlage gelaufen, mit Temperaturen um die 14°C, die für die Aktiven optimal waren und es gab durchgängig blauen Himmel mit Sonne.
Traditionell stand unser silbernes RUNNERS POINT/ASICS-Fahrzeug an der Augustusbrücke, unmittelbar neben dem "italienischen Dörfchen", von wo auch dieses Jahr wieder die Stromversorgung gesichert wurde.
Dieser Standplatz hat eine der schönsten Kulissen, liegen doch die Schlosskirche, die Semperoper, Zwinger, genanntes italienisches Dörfchen, der Fürstenzug und auch die Brühlsche Terrasse in Sichtweite und tragen zu einem tollen Ambiente bei.

Als ich um 08:00 Uhr hier aufbaute, war die Stadt wie ausgestorben; Touristen und Einheimische waren noch nicht unterwegs und auch die Marathoni, "Halben" und 10-er kamen erst eine halbe Stunde später aus ihren Quartieren ...
Der Start für alle 3 Distanzen fand um 10:00 Uhr in der Ostraallee statt, wo in früheren Jahren auch das Ziel war; jetzt enden alle Distanzen am Congress Centrum, also quasi einen Straßenzug weiter in Richtung Elbe.
Bereits um 09:10 Uhr gab es den Start der ca. 30 Rollis und Handbiker, die wieder feststellen mussten, dass Dresden eigentlich nicht der Sahnekurs für Sportler auf Reifen ist. Aus diesem Grund hatte der Veranstalter auch nie vor, diesen Aktiven die Strecke anzubieten, aber vor ein paar Jahren kam dann jemand auf die Idee, über die oder den Behindertenbeauftragten der Stadt Dresden den Aspekt der Ausgrenzung Behinderter ernsthaft anzugehen und sich gewissermaßen in den Lauf "reinzuklagen".
Nach dem Start laufen die Aktiven zunächst über eine erste Elbebrücke und dann über die Augustusbrücke auf das Panorama der Altstadt mit ihren Gebäuden zu; hier stand ich dann um alle erstmalig zu begrüßen.

Dann wird in einer Rechtskurve unter der Augustusbrücke am Verpflegungsstand vorbeigelaufen und die 10-er machen eine kurze Runde, um dann wieder bei mir vorbei in den letzten Kilometer zum Ziel zu starten.
Die Halbmarathoni haben ebenfalls beim zweiten Erreichen meiner Position noch einen km; und die Marathoni laufen in ihre zweite Runde hinein, bis sie dann letztlich auch nach dem dritten Kontakt zu mir, dem Ziel entgegenstreben.
Es blieben beim Halben und beim Marathon kleinere Gruppen während der ersten Runde zusammen, zum Ende hin hatten sich aber alle Felder deutlich auseinander gelaufen.
Für etwas Verwirrung sorgte ein weißer Läufer mit Marathonstartnummer, welcher deutlich vor den ersten Afrikanern und somit auch vor dem späteren Sieger Phaustin Baha Sulle, mit neuer Streckenbestmarke von 2:13:03, lief.
Es stellte sich auf Rückfrage heraus, dass dies eine Staffel aus 4 Top Triathleten, u.a. Mike Petzold, war, die außer Konkurrenz versuchten, den 20 Jahre alten Deutschen Rekord des Dresdners Jörg Peter von 2:08:47 zu knacken, was ihnen aber deutlich nicht gelang.

Bei den Frauen siegte über die volle Distanz mit Remalda Kergyte aus Litauen in 2:38:48, eine der erwarteten Favoritinnen. Fabiola John aus Tansania lag zwischenzeitlich bereits mit ~ 2:00 min. in Führung konnte die Litauerin aber nicht Halten und hatte zum Ende mit 2:40:53 über 2 Min. Rückstand.
Am Start war auch erneut der in der M 70 startende Hamburger Läufer Horst Preisler, welcher hier in Dresden bereits seinen 1.590-sten Marathon (in Worten Eintausendfünfhundertneunzig) absolvierte, wobei er die ersten 1.000 innerhalb von 28 Jahren lief. Er ist weltweit der Starter mit den meisten beendeten Marathons.
Fazit:
Der Dresden Marathon ist eine runde Veranstaltung mit engagierter Organisation und anspruchsvoller Strecke, welcher für viel Aktive eine echte Alternative zu "zum X. Mal zum XY-Marathon" darstellt und sich auch prima mit einem längeren Wochenende verbinden lässt, hat Dresden doch eine Menge touristisch und kulturell zu bieten.
Nächster Termin: Sonntag, 18. Oktober 2009


