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27. Frankfurt Marathon, 26. Oktober 2008

Kalt war es an diesem zunächst durch Nebel gekennzeichneten Morgen in der hessischen Bankenmetropole, als Jens Indorf von der LG EVO Seligenstadt, ein treuer Helfer seit Jahren, und ich an der Börsenstraße das silberne RUNNERS POINT/ASICS-Mobil aufbauten.

Der Bereich der Hauptwache, wo ich während der vergangenen Jahre meinen Standplatz hatte, wurde in diesem Jahr, aufgrund von Baumaßnahmen, nicht belaufen. So kehrte ich an einen „alten Einsatzort“ zurück, wo ich schon Anfang der 90-er Jahre des letzten Jahrtausends moderierte: an die Ecke des Durchgangs zur Fressgass.

Strecke

Hier an diesem Punkt war offiziell die km 10,35 und 38,25 und hier betrieb das vielköpfige Team vom Ginnheimer Lauftreff den Verpflegungspunkt.
Ein kleines Stück weiter war der Spendenbogen der Caritas aufgebaut, der genau auf der Ideallinie platziert wurde, so dass ich stark vermute, dass eine Vielzahl der Aktiven - zumal der nicht deutschsprachigen - nicht realisierten, dass die sich mit Überlaufen der Mika Timing Matte gleichzeitig zur Abbuchung einer Spende einverstanden erklärten…

Dreigestirn

Der Start zum Marathonwochenende bei Deutschlands ältestem Stadtmarathon wurde aber bereits am Samstag gelegt. Um 11:00 Uhr starteten die Brezelläufer/-innen am Jürgen Ponto Platz, direkt unterhalb des beeindruckenden Gebäudes der Dresdner Bank, zum 5km Lauf aufs Messegelände.
SPIRIDON Frankfurt übernahm wieder die Streckenführung und an der Spitze liefen die erfahrenen Läufer/-innen des Vereins einen 7er Schnitt, so dass es für alle kein Problem war, mitzukommen.

Zu diesem Lauf sind, neben den bunten Vögeln der Szene, auch immer „Promis“ anwesend, so war im letzten Jahr z.B. Daniel Unger, der Triathlon-Weltmeister von Hamburg anwesend, im Jahr davor zum 25. Jubiläums-Marathon mit Konni Dobler und Charlotte Teske ehemalige Sieger des Marathons.
In diesem Jahr war, nach einem Auftritt im Regen 2005, auch wieder Dieter Baumann, der 2006 die „Freiläufer“ der JVA Gießen bei ihrem Frankfurt-Marathon unterstütze und der im vergangenen Jahr mit 2:30:00 seinen ersten offiziellen Marathon in Frankfurt mit Einlauf in die Festhalle finishte.
Er war, so wie eigentlich immer, gut drauf, hatte an diesem Morgen bereits 1 ½ Stunden Lauftraining hinter sich, da er sich im Moment auf „die längste Distanz seines (bisherigen) Lebens“ vorbereitet. Am 2. November, unterstützt von seinem Vater, wird Dieter einen 80km Lauf von seinem Wohnort Blaubeuren nach Tübingen laufen. Da nutzt er im Moment jeden angebotenen km.

Dieter und ich

So erklärte Dieter Baumann auch witzelnd die etwas längere Strecke des Frühstücklaufes, der wegen einer verschlossenen Schranke am Messegelände über einen Umweg zum Ankunftsbereich führte und somit alle Anwesenden, Zuschauer, Fotografen und nicht zuletzt mich am Mikrofon überraschte, da das Feld der Starter aus anderer Richtung einlief.

Dann ging es für mich zügig ein kleines Stück die Straße der Nationen hinunter zum Luftbogen des Sportamtes Frankfurt. Hier gab es ab 12:00 Uhr im 10 Minuten Abstand 5 Starts der insgesamt 611 Kinder beim Struwwelpeterlauf, die in den Altersklassen 5-jährigen, 6, 7, 8 und 9-jährige in einer größeren Rechtskurve in die Festhalle ins Hauptziel einliefen.

Zum Lauf anwesend war, genau wie im letzten Jahr auch Gambhe Kangar, Teilnehmer der Olympischen Spiele in Peking in der Deutschen 4 x 400m-Staffel. Über seine Erfolge findet man zahlreichen Angaben auf der Seite www.ghambe-kangar.de Nach dem vorletzten Start verabschiedete er sich ins Trainingslager nach Portugal.

Das Feld der Aktiven kam nach ~ 10km mit der Männerspitze im 3-er Schnitt/km bei uns vorbei gelaufen. Hier lag noch eine fast 20-köpfige Gruppe afrikanischer Läufer in Front, die sich dann zum Ende hin auseinander lief und eine neue Streckenbestzeit eines nicht favorisierten Läufers brachte.
Der Marathon-Debütant Robert Kiprono Cheruiyot mit der Startnummer 28 bietet in der von Christoph Kopp, dem sportlichen Leiter, erstellten Favoritenliste keine persönlichen Bestzeiten aus „Unterdistanzen“ und auch kein Geburtsdatum, wurde also eher als „schneller Mitläufer“ eingestuft. Seine Endzeit von 2:07:21 zeigt da was anderes.

Bei den Frauen war „Mocki“ bei ihrem erst zweiten Marathon überhaupt schon früh vorne und lief km 10 in ~ 34:44, was auf eine 2:26er Endzeit hinauslaufen konnte. Beim ersten Vorbeilauf lag Melanie Kraus, die Vorjahressiegerin (2:28:56) noch auf Platz 5.
Das Endergebnis sieht dann Sabrina Mockenhaupt in neuer PB von 2:26:22 als Siegerin und Melanie Kraus nach einem furiosen Finale auf Platz 3 in 2:28:20, damit war sie trotzdem schneller als im letzten Jahr.

Einen tollen, umfangreichen Bericht, der auch die Hessischen Meisterschaften berücksichtigt, findet sich wieder auf den von Constanze und Walter Wagner betriebenen Seiten von „Laufreport“. Die Beiden wissen wovon sie schreiben, hat Constanze doch z.B. 2 Mal den legendären 1ookm Lauf von Biel gewonnen.
http://www.laufreport.de/archiv/1008/frankfurt/frankfurt.htm

Fotos wurden zur Verfügung gestellt von: www.wilhelmi-fotograf.de

RUNNERS POINT FAHNE