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9. RWE Triathlon Nordhorn, 27.08.2011

 

 

 

„Es sieht gut aus. Meine Mitarbeiter vor Ort haben mir gesagt, dass sogar die Sonne scheint…“

 

 

 

 

 

 

          Ingo Schaffranka mit DLRG´ler...

 

So war die telefonische Meldung von Ingo Schaffranka, als ich in Höhe Bonn den Kontakt zu ihm suchte.

Darauf hatten wir uns verständigt, da wir beide noch die Situation des Vorjahres vor Augen hatten, als aufgrund der Hochwassersituation nicht geschwommen werden konnte und die Veranstaltung als „Not – Duathlon“ durchgeführt werden musste.

Da während der Woche und auch für das anstehende Wochenende bundesweit weitere, teils heftige Niederschläge angekündigt waren, nutzten wir die Möglichkeiten der modernen Kommunikation und es gab grünes Licht.

Mein erster Eindruck in Nordhorn war dann, dass über die Jahre die Anzahl der Platzbeschicker, also der Leute, die mit Ständen und Mitmach – Aktionen vor Ort waren, deutlich reduziert war. Es stand viel freie Fläche zur Verfügung, die aber weitestgehend ungenutzt blieb.

Die Helferinnen und Helfer, gut an ihren blauen Shirts erkennbar, waren an vielen Stellen mit den Vorbereitungen beschäftigt und die Wechselzone war errichtet, so dass der Check in begonnen hatte.

 

                             briefing...

 

Pünktlich um 14:30 Uhr gab es vor der Bühne, direkt neben dem Zielbereich, die Wettkampfbesprechung mit Ingo Schaffranka, der seit einigen Jahren diesen Triathlon mit seinem Team organisatorisch vorbereitet und durchführt.

 

                           Wasser > 19° - Neo konnte...

 

Zu diesem Pflichttermin waren alle Starterinnen und Starter des Startblocks 1 um 15:00 Uhr, als auch die Staffeln mit Startzeit um 15:15 Uhr anwesend. Die Distanzen waren identisch mit 500m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen.

 

                   ...musste aber nicht getragen werden.

 

Hier ist zu bemerken, dass die früher eigenen Jugendstarts über verkürzte Distanzen nicht mehr angeboten wurden.

Es klang während des Tages mal an, dass es noch nicht klar sei, wie es denn in Nordhorn mit dem Triathlon weitergehe. Der anwesende Bürgermeister versprach jedoch, dass es auch in 2012 den Triathlon gäbe.

 

                                           Das Ziel

 

Kritische Stimmen merkten an, dass dieses Versprechen leicht gegeben werden konnte, da es in wenigen Wochen Neuwahlen für den Posten des Bürgermeisters gäbe und somit gar nicht klar wäre, welche Person dieses Versprechen 2012 einzulösen hätte…

 

                                Blick zum Startbereich

 

Beide Starts wurden pünktlich durchgeführt und bei den zuerst gestarteten Individuallisten hatten sich nach dem Schwimmen bereits zwei der gehandelten Favoriten abgesetzt.

 

             schnellste Schwimmer: Nicholas und Klaus...

 

Aus der Wechselzone heraus rollte es dann noch trocken auf die Radstrecke. Aber als die zweiten Starter ihre Räder bestiegen, kam heftiger Wind auf. Und diesem folgte dann Gewitterregen.

Es war extrem heftig, so dass diese Wettersituation im Vorfeld ggf. einen Abbruch, mindestens aber eine Verschiebung nach sich gezogen hätte.

 

                        Nordhorn 2011: Regeneinbruch...

 

So war nun der Drops gelutscht. Auf der Radstrecke wurde gefahren und die Positionskämpfe fanden trotz aller Widrigkeiten statt.

Die Bühne erlebte einen spontanen Belastungstest denn – schlagartig mit einsetzendem Regen erklommen viele der anwesenden Zuschauer das überdachte Areal und sahen aus erhöhter Position den klatschnassen Aktiven zu.

Bei Rückkehr in die Wechselzone waren die ziemlich identischen Tops, die auch nach dem Schwimmen vorne waren, erneut als Schnellste da. Auch dieser Wechsel fand ebenfalls im heftigsten Regen statt.

 

             identische Athleten, umgekehrte Reihenfolge...

 

Der Zieleinlauf sah bei den Männern dann „die alte Ordnung“ wieder hergestellt: der bereits mehrmalige, quasi Seriensieger aus Nordhorn gewann doch wieder knapp vor seinem 17 Jahre jüngeren Vereinskameraden.

 

Ergebnis Volkstriathlon – Männer:

 

        links Klaus, rechts Nicholas...

 

1. Klaus Eckstein, LC Nordhorn, 59:56,80*

2. Nicholas Lembcke, LC Nordhorn, 59:57,50*

3. Markus Götz, LC Nordhorn, 1:01:29, 75*

Insgesamt erreichten 111 Männer des ersten Startblocks das Ziel.

 

Bei den Frauen gab es ebenfalls keine großen Überraschungen.

Hier lagen zum Ende hin die favorisierten Damen vorn und es gewann auch hier die schnellste Schwimmerin. Die Abstände zwischen Platz 1 und 2 waren jedoch deutlich größer, als bei den Männern.

 

1. Simone Hakenberg, Vamalis (NED), 1:08:22,70*

 

2. Kai Sachtleben, 1.TCO die Bären, 1:11:13,65*

 

3. Silvia Ottoweß, LC Nordhorn, 1:11:38,00*

 

Bei den Frauen liefen 17 ins Ziel.

 

Die später gestarteten Staffeln kamen entsprechend danach ins Ziel hinein und platzierten sich:

Männerstaffeln:

1. Tri Team NOH, 58:43,50*

2. SV Gronau, 59:33,15*

3. Sparta Nordhorn, 1:03:54,40*

Frauen:

1. KaTaMaRun reloaded, 1:17:01,00*

2. Drei Engel – volle Power, 1:21:06,20*

3. Hai-Trio, 1:24:54,10*

 

* alle Zeiten sind Bruttozeiten und sind, wie auch die Namen der Ergebnisliste entnommen.

 

                        Mixed Team: "Wir Schellings"...

 

Ergebnisse der ausgeschriebenen Wertung Mixed Teams habe ich leider nicht bekommen.

Es wurden 15 Männer- und 4 Frauenstaffeln registriert. Das sind jeweils 3 Teilnehmer, so dass zur obigen Zahl noch weitere 57 Aktive hinzu zu rechnen sind. Hier fehlen jedoch noch die Mixed – Teams! Somit ergibt sich eine Gesamtzahl von ~200 Aktiven.

 

           Holger Lüken, "Läufer" der Handicap - Staffel...

 

Am Start war auch erstmalig eine sog. Handicap – Staffel, bei der nach dem Schwimmen die Radstrecke von einem Sportler im Handbike absolviert wurde. Ein dritter Aktiver war dann im Sportrolli auf dem mittlerweile aufgeweichten Laufkurs unterwegs. Diese Staffel setzte den Schlusspunkt mit Endzeit von 1:45:03 – prima…

 

   Siegerehrung der 3 schnellsten Frauen im Volkstriathlon

 

Ingo Schaffranka führte alle Siegerehrungen mittels der Bühnenbeschallung durch und musste sich anschließend schnellstens wieder in Richtung Sauerland losmachen, da er am nächsten Tag eine weitere Großveranstaltung vor der Brust hatte: http://www.lake-run.de/

 

Fazit:

Wetter ist immer.

Nordhorn hat es nun zwei Jahre hintereinander böse erwischt, wobei die Situation in 2010 deutlich schlechter war.

Es ist sicher nachzudenken, ob "nur diese Streckenlängen" die richtigen sind, um eine Veranstaltung mit diesem Aufwand am Leben zu erhalten.

Vorstellbar wäre sicher auch die bisherige Distanz als Einsteigerwettkampf und darüber hinaus die deutlich interessantere olympische Distanz mit 1,5km / 40km / 10km für Ambitionierte ins Programm zu nehmen.

Das brächte vielleicht mehr leistungsorientierte Triathleten nach Nordhorn und es könnte evtl. sogar über eine Verknüpfung mit Liga – Wettbewerben nachgedacht werden.

Alle Infos, Ergebnisse etc. zu finden unter: http://www.rwe-triathlon.de/

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