22. Int. Alsterlauf Hamburg, 11.09.2011
„hot town - summer in the city…“

noch rollt der Verkehr...
Wer Hamburg kennt, wird eigentlich, zumal bei „dem Sommer 2011“ keine hochsommerlichen Temperaturen Mitte September erwarten. Aber genau diese gab es am Tag des Alsterlaufs mit selbst gemessenen 25° Celsius.

Noch alles ruhig um 08:15 Uhr...
Ich stand erstmalig nach ca. 20 Jahren wieder beim Alsterlauf mit meiner Beschallung bereit; dieses Mal am höchsten Punkt der Schlusssteigung, exakt 500m vor der Ziellinie.
Über einen längeren Weg konnte ich später die Aktiven sehen, wie sie sich die kontinuierliche Steigung teilweise hinaufquälten, um dann in Höhe Kunsthalle scharf nach rechts den Glockengießerwall wieder hinunter zu laufen und links in den Ballindamm in Richtung Ziel.

5.700 Aktive unterwegs in der Hansestadt
Zwei Starts gab es an diesem durchgehend sonnigen Tag mit blauem Himmel: 10:00 Uhr Start zum Hauptlauf über 10km und um 10:10 Uhr Start für Schülerinnen / Schüler A bis E, Jahrgänge 1996 bis 2005 über 1,25km.

engagierter Nachwuchs...
Alle liefen mit dem Hauptbahnhof im Rücken auf mich zu und die Langstreckler dann auf dem Rückweg, wie beschrieben. Die Schülerinnen und Schüler sah ich nur kurz, als sie bergab vorbei liefen; hier waren 210 Aktive gemeldet, das Durchschnittsalter lag bei 9,7 Jahren.

Führungsgruppe Männer nach ca. 700m.
Nach dem 10:00 Uhr - Start kam das Feld der 10er in gewohnter Manier angeflogen: eine kompakte Gruppe ostafrikanischer Läufer vor den ersten Europäern. Dieselbe Beobachtung war bei den Frauen zu machen. In der ersten Verfolgergruppe alle „schwarzen Perlen“, danach dann die Verfolgerinnen.

Die Läuferinnen an gleicher Ecke...
Vom eigentlichen Wettkampfverlauf bekam ich an dieser Stelle als „stand alone – Lösung“ nichts mit und konnte erst wieder die Führungsfahrzeuge sehen, als sie vom Ferdinandstor einbogen in die Steigung zur Kunsthalle und parallel zum Wallringtunnel auf mich zuliefen. Da hatte sich das Feld natürlich deutlich gelichtet.

Blick in Gegenrichtung auf die noch leere Laufstrecke...
Die Männer kamen ganz vorne als Quartet und dann einzeln angelaufen. Bei den Frauen war es 500m vor dem Ziel ein Duo und dann 4 einzelne, bzw. mit Männern laufende Damen.

Ergebnis Männer:
Der Vorjahressieger und ausgemachte Favorit des Laufs wurde seiner Rolle erneut gerecht und siegte mit 13sec. Rückstand auf den Streckenrekord.
1. Daniel Chebii, KEN, 28:32
2. Dickson Kimaiyo Kimutai, KEN, 28:34
3. Charles Korir, KEN, 28:38
Zu einheimischen Läufern wird berichtet:
Auf Platz 12 folgte der schnellste Hamburger, Mourad Bekakcha. Er sprintete auf der Zielgeraden an Abdellah Hamoureis (Marokko / für SV Lüneburg) um eine Sekunde vorbei und Jon-Paul Hendriksen konnte ihn nicht mehr einholen. In 32:00 (netto: 31:59) kam Bekakcha ins Ziel. Damit verhalf er dem HSV zum ersten Platz in der Mannschaftswertung.
Frauen:

Ebenfalls ihren Erfolg wiederholte die Siegerin, welche im Jahr 2010 mit Streckenbestzeit von 32:44 gewann und auch dieses Jahr nur 5sec. langsamer war.
1.Caroline Chepkwony, KEN, 32:49
2.Eunice Chebichii, KEN, 32:52
3.Eleni Gebremedhin, EHT, 33:15
Die Hamburger, bzw. deutschen Damen:
Erste Deutsche wurde auf Platz 5 Marina Hilschenz (LG Wedel-Pinneberg) in 35:41. Auf den nächsten Plätzen folgten: 6. Martina Boe-Lange, Post SV Uelzen in 37:10 und 7. Katharina Josenhans, Hamburger SV in 37:33.
Die Organisation gibt die Teilnehmerzahl an mit 5.700 und einer Steigerung von 6,5% zu den 5.357 Vorjahresaktiven.

Läufermesse am Freitag, Samstag und Sonntag...
Während der beiden Vortage und am Lauftag selbst konnten die Startunterlagen auf der Läufermesse, direkt zu Füßen der Kirche St. Jacobi abgeholt werden.
Hier stand am Sonntag auch unser großes, silbernes Running Mobil zur kostenlosen Beratung bereit.
Fazit:
„Wenn bei uns im Norden schon einmal die Sonne scheint…“ hieß es vor vielen Jahren im Fernsehen bei der Werbung eines Brotaufstriches. Ja wenn sie scheint, dann sind leider Viele viel zu warm angezogen.
Das war sicher einer der Läufe in Deutschland, wo bei sommerlichen Temperaturen, eine Zeitung spricht sogar von Erreichung der 28° Celsius, mit die meisten langen Hosen getragen wurden.
Sicher ist das bundesdeutsche Durchschnittsbein weiß und nicht mit ins Auge stechender Muskulatur kein optisches Highlight, dies wird es aber auch nicht, wenn es auch im Sommer bedeckt bleibt.

kein Hitzeopfer - Kunst !
Und dies forderte Tribut: allein bei mir mussten „die Sanis“ 5 Aktive ernsthaft betreuen. Einer wurde dann im Rettungswagen in ein Krankenhaus verbracht. Und Rettungswagen wurden unaufhörlich gehört, was in einer Großstadt wie Hamburg sicher nicht verwunderlich ist, jedoch bogen etliche in den Ballindamm in Richtung Ziel ein.

"meine Ordner" stärken sich noch mal...
Die Orga stimmt und es sind viele Helferinnen und Helfer an der Strecke. Martina Ramthun die Helferchefin berichtete mir bei einem Blitzbesuch von 153, von denen sie wusste.

Schlusskolonne fast am höchsten Punkt...
In Hamburg gibt es also längst nicht nur den Marathon und mit dem Alsterlauf nicht nur eine Alternativstrecke, sondern ein eigenständiges Lauf – Großereignis, was seinen Platz im hanseatischen Laufkalender 2012 zu recht innehaben wird.
Im Netz alle Infos etc. unter: http://www.alsterlauf.de/


