37. Berlin - Marathon, 26.09.2010
„Regenschlacht in der Hauptstadt mit schnellen Endzeiten..."

Alles bereit für die Regenschalcht - Standort 2010...
Seit ich 1988 erstmalig in Berlin an der Strecke moderiert habe, war dies das erste Jahr, bei dem ich in Augenhöhe mit den Aktiven diesen Lauf am Mikrofon begleitet habe. All die vorangegangen Jahre stand ich auf der Dachfläche meiner bisher genutzten 5 Fahrzeuge.

Heinrich Vollbracht, M70 vom SC Herford sagt kurz "hallo"...
Dies hatte zwar den Vorteil, dass etliche der Vorbeilaufenden kurz mal einen Schwenk zu mir machten und abklatschten, aber es ist natürlich vorstellbar, dass bei praktisch gleicher Höhe der Überblick über ein nahezu 40.000er Feld nicht gegeben ist.
Somit habe ich Viele, von denen ich wusste, dass sie unterwegs sein würden, nicht gesehen und auch somit nicht genannt – sorry!

Uhrenfahrzeug der Rollis...
Es ging los mit den Rollis und Handbikern, als diese hier am km 12,5 in der Lichtenberger Straße kurz hinter der Einmündung Singerstraße den diesjährigen Standort unseres silbernen RUNNNES POINT / Asics – Fahrzeuges um 09:01 Uhr passierten.

Die Rollis werden von den ersten beiden Handbikern erreicht...
Dazu kam dann auch noch, dass nach den bisher erst zurückgelegten 12,5km viele Startnummern bereits so durchweicht waren, dass sie nicht mehr erkennbar waren. Die Rollis und Handbiker haben ihre Nummern hinten am Sportgerät, wo sie sich bei Vielen nur „von oben“ erkennen lassen, was für mich dieses Jahr nicht gegeben war.

Radbegleiterinnen für die Topp - Aktiven...
Die treuen Helferinnen der Organisation und auch die zeitweilig anwesenden Zuschauer waren sämtlich vermummt, um sich gegen den Dauerregen zu schützen. Während des ganzen Laufs hörte es hier bei mir an dem Streckenpunkt nicht auf zu regnen.

Die Spitze auf Kurs an der blauen Linie...
Umso erstaunlicher sind dann die Endzeiten der Männer, bei denen der Sieger Patrick Makau mit 2:05:08 ja nur 1:09min. hinter der Weltbestzeit lag, was bedeutet, dass er ~ 1,5sec./km langsamer war als Haile und es recht wahrscheinlich ist, dass bei trockenem Wetter in Berlin wieder einmal eine neue Weltbestzeit gelaufen worden wäre. Und auch der auf Platz 2 notierte Geoffrey Mutai war mit 2:05:10 und nur 2sec. Rückstand ebenfalls schnell.

Verfolgergruppe mit erstem Europäer...
Und auch Mocki wurde auf Platz 4 in 2:26:21 nahe ihrer bisherigen Bestzeit gelistet…

Mocki (in grün) mit Pacemakern und Japanerin (in rosa)...
Dies alles war aber leider für mich nicht visuell zu verfolgen, da die öffentlich gebührenpflichtigen Fernsehsender sich aus der Übertragung des größten deutschen Stadtmarathons zurückgezogen haben und somit 2 Sender übertrugen, die in Berlin nicht über DVB-T – Empfänger sichtbar waren. Somit bekam ich keinerlei Infos vom Feld bis zu meinem Standort oder darüber hinaus bis ins Ziel…
Und zur Info war auch der penetrante Anwohner aus der Platte direkt neben mir nicht bereit, der während einer viertel Stunde unflätig vom höher gelegenen Balkon herunter schrie und versuchte lauter als mein Beyerdynamic Mikrofon zu sein, was ihm jedoch nicht gelang…

Fast 180 Marathons: Michél des Combes...
Im Feld der Aktiven waren, wie in Berlin üblich, wieder Viele, die sich „verkleidet“ hatten. Es wurden auch wieder so bekannte Läufer gesichtet wie „der Pumuckl“ (www.laufmalwieder.de), der dieses Jahr schnell vorbeilief und auch „Michél on Tour“ war auf dem Kurs. Im hinteren Feld angesiedelt versuchte er wieder den Zuschauern Mut zu machen, um durchzuhalten.

Messe im Hangar 6 und folgende...
Am Donnerstag, Freitag und Samstag fand die Messe zum zweiten Mal im Gebäude des früheren Flughafens Tempelhof statt, wo wieder großer Auftrieb der unterschiedlichen Händler und Hersteller herrschte.

Schlangestehen am RUNNERS POINT Stand, danke...
Während der ersten 2 Tage herrschte gutes, noch sommerliches Wetter und es war trocken.
Samstag zog dann der Regen herein, der dann auch den um 16:00 Uhr startenden Skatern teilweise „einen Strich durch die Rechnung“ machte.

Helge (in blau) beim London - Marathon 1999
So wollte z.B. Helge Schröter Janssen, der Webmaster von www.lauftreff.de, an diesem Wochenende zunächst am Samstag die Strecke auf Rollen und dann am Sonntag zu Fuß bewältigen. Den Samstag hat er dann gestrichen, da bei ihm als Brillenträger der Regen die Straße uneinsehbar machte…

1.000 Läufer, ein Weltrekord; geschafft ~ 1.57 Std.
Mein Kollege Björn hatte am Rande des Flugfeldes sein großes Running Mobil aufgebaut und hier lief wieder die Aktion „1000 Läufer, ein Weltrekord“. Es geht darum, dass 1.000 Aktive versuchen zusammen schneller zu sein, als die in Berlin gelaufenen 2:03:59 von Haile.
Dieses Jahr waren weit über 1.000 Aktive bereit, die Strecke von 42,195 Metern zu laufen und die durch Lichtschrankenmessung ermittelte Gesamtzeit lag für 1.000 Einheiten bei ~ 1:57Std. Geschafft!
Fazit:
Der Berlin Marathon findet zweifelsohne auf der schnellsten deutschen Marathonstrecke derzeit statt.
Das Feld ist gigantisch, selbst wenn die zu vermutenden Rückzieher angesichts der Witterung und auch die, welche ihre Unterlagen nicht auf der Messe abholten, aus der Meldezahl von über 40.000 herausfallen.
Es ist aber auch ein lauter Marathon, waren doch dieses Jahr von John Kunkeler, dem Organisator des Musik-Marathon Zusagen für 75 Bands gegeben worden, von denen dann zwar nur ~50 gesehen wurden. Aber auch dann ist klar, wie gering die Abstände zwischen den einzelnen „Beschallungen“ sind.

Zwischen "Wilder Eber" und Fehrbelliner Platz...
Während der Ausreise aus Berlin passierte ich dann auf dem Stadtring auch die Brücke am Hohenzollerndamm, wo die Aktiven kurz vor Erreichen des Fehrbelliner Platzes nach ca. 3:15 Std. hinüberliefen...
Impressionen von km 12,5:


Christian Larsen, Gerold Otto und Dirk Martin - von lks.

Maximilian Dedow und Dr. Eike Dedow, Marktgraitz 05

Monika Ramisch Berlin...

"die 13 Ladies..."

Rainer Höster, Team Sebamed...
Nächster Termin ist wieder der letzte Sonntag im September: 25.09.2011


