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25. Brüder Grimm Lauf, 05. bis 07. Juni 2009

 

„in Rodenbach hat es noch nie geregnet, das ist das erste Mal…“

 

so die Ansage von Kalli Flach. Und gerade er muss es eigentlich wissen, ist er doch der Teilnehmer, welcher als Einziger jedes Jahr beim BGL mit dabei war und dieses Jahr somit seinen 25. BGL mitlief.

Das war Samstag, morgens vor dem Start.

Los ging es aber am Freitag, pünktlich um 17:00 Uhr auf dem Marktplatz in Hanau,  als 587 Gemeldete die Gelegenheit hatten, bei angenehmen 19° Celsius die erste Etappe über ca. 16 km nach Rodenbach zur Bulauhalle zu bewältigen.

Jede Etappe lehnt sich an ein Grimmsches Märchen an; in diesem Fall an „Rotkäppchen und der Wolf“. Diese Beiden waren dann auch vor Ort, da der Verkehrsverein Steinau an der Strasse dies organisierte.

Dort befindet sich in der Brüder Grimm Strasse das gleichnamige Haus und von dort aus wurde jeweils eine Märchenfigur zum Start aller fünf Etappen geschickt.

Etliche Wiederholungstäter finden jedes Jahr den Weg zum BGL, so dass die Anmeldung immer recht frühzeitig geschlossen werden muss. Es können jedoch Einzel-Etappen nachgemeldet werden und das geschah auch an diesem Freitag so.

Auf dem Hanauer Marktplatz, zu Füßen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm, fanden sich nach und nach die Aktiven ein und nahmen erst einmal Kontakt zu einander auf. Es gab viel „Hallo“, da sich etliche der Anwesenden seit Jahren einmal im Jahr genau hier treffen, um gemeinsam das Erlebnis „Brüder Grimm Lauf“ zu absolvieren.

 

(rechts Reimund Klitz, links Manfred Krüger)

 

Anwesend war auch Reimund Klitz vom HSV Weimar, der dreimalige Sieger des Laufs (2000, 2001 PB: 4:47:47 und 2003) und somit erfolgreichster Teilnehmer bisher. Außerdem war er noch mehrfach im Siegerteam der SGA Yetis vertreten.

Diese Laufgruppe kommt aus Baden Würstchenberg und hatte ihn davon überzeugt, mitzulaufen. Dieses Jahr waren die Yetis aber nicht am Start und so lief er wieder nur auf eigene Kappe.

Aus dem Feld der bisherigen Sieger war auch mein RUNNERS POINT Kollege Ulrich Amborn anwesend, der Sieger von 1993 in 4:51:10 Endzeit für die Serie.

Die Vorjahressiegerin Joanna Tywczynski vom TV Salmünster trat zur Titelverteidigung an und auch Carmen Hildebrandt war da, die 2001 in 5:49:59 und als verheiratete Carmen Lotz 1998 in 5:39:34 siegte.

(Startaufstellung mit den Favoriten in der ersten Reihe)

 

Pünktlich um 17:00 Uhr ging es auf die Rotkäppchenetappe, welche als Einzige relativ flach ist und durchweg auf befestigten, bzw. asphaltierten Wegen gelaufen wird.

Ziel war an der Bulauhalle, wo die Athleten auch die Nacht in der Turnhalle verbringen konnten. Die örtliche TGS Niederrodenbach bot ein Abendessen an.

(Ob er wohl von Sonne träumt ???)

 

Am nächsten Morgen gab es in der Vereinsgaststätte ebenfalls Frühstück.

Der Nächste Morgen präsentierte Regen, der nicht aufhörte und die gesamte Dornröschen-Etappe in Nässe einhüllte. Vom Start um 09:30 Uhr bis ins Ziel war es keine Minute trocken.

(Das Laufticker - Team, Peter links und Gabi rechts)

 

Auch während der Mittagspause in Neuenhasslau an der Schule gab es immer wieder Regenfälle, so dass die Mittagsruhe auf der Wiese davor ausfiel.

(Selten war die Sporthalle in Neuenhasslau zur Mittagspause so voll!)

 

Zum Start wurde es trocken, zumindest von oben. Die Strecke wies witterungsbedingte Tücken auf, wie große Pfützen und bei km 1 eine glitschige Fußgängerbrücke mit Holzbelag.

Beim Zieleinlauf ins Stadion Gelnhausen war es immer noch trocken, so dass sich die Stimmung zum Nudelabend in der Stadthalle deutlich gebessert hatte.

(Stadthalle in Gelnhausen)

 

Ab 20:00 Uhr gab es dort neben Abendessen auch ein Bühnenprogramm mit zwei Tombolablöcken und 2 Top-Acts auf der Bühne.

Christiane Schneidt, eine ausgebildete Sängerin und Darstellerin bei den Brüder-Grimm-Festspielen, sang zwei Lieder, die inhaltlich mit dem Thema Märchen zu tun hatten.

Es gab exzellente Akrobatik von Hartmut Held und seiner Partnerin. Einmal Paarakrobatik in Zeitlupe und einmal Akrobatik an der Vertikalstange, was beeindruckend war.

(Luis Rack ehrt Kalli Flach, links und Klaus Schmidt, rechts)

 

Geehrt wurden Klaus Schmidt, der Vater des BGL und ehemaliger Verantwortlicher des Main Kinzig Kreises und Kalli Flach, der als Einziger alle 25 Brüder Grimm Läufe bestritt.

Um 22:00 Uhr las ich, so wie seit mehreren Jahren, ein Märchen vor und schickte alle gegen 22:15 Uhr ins Bett.

(der idyllische Untermarkt)

 

Sonntags um 09:00 startete auf dem Untermarkt in Gelnhausen die Frau Holle Etappe und führte nach Wächtersbach an die Halle der Gesamtschule, wo geduscht werden konnte. Es wurde auch wieder, so wie ab der dritten Etappe, Massage angeboten.

(Helmut Kreiss)

 

Am Kilometer "1" wartete der Teufel in Person von Helmut Kreiss vom SSC Hanau Rodenbach, selbst erfahrener Langstreckler und Organisator mehrerer Events.

Mehrere Reisebusse fuhren die Aktiven zum einen nach Gelnhausen an den Startort zurück und zum anderen nach Bad Orb, dem Startort der Schlussetappe.

Außerdem war auch organisiert, dass Aktive ihre PKWs bereits nach „Steinau an der Straße“ bringen konnten, so dass sie nach der Siegehrung sofort die Heimreise würden antreten können.

Vor dem Start der letzten Etappe, der Hänsel und Gretel Etappe über 18 km war bereits klar, dass, sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen der Drops gelutscht war.

Jörn Harland vom Laufwerk Gelnhausen lag uneinholbar vor Timo Grub, TV Hergershausen und Björn Kuttich von den Offenbacher Yetijägern.

Bei den Frauen war mit Andrea Meuser, Wetterauer Frauenpower, eine neue Läuferin beim BGL vorn, auf Platz 2 ihre Teamkollegin Monika Schmidt und auf 3 lag Edeltraud Musiol, LT Bernd Hübner.

Die Vorjahressiegerin lag knapp dahinter auf 4, verletzte sich aber unterwegs und konnte nicht mehr auf Platz drei auflaufen.

(Jörn Harland im unüblichen, roten Oberteil)

 

Zum Ende hin blieben die Platzierungen so verteilt, wie vor der letzten Etappe.

Bei den Männern gab es mit Jörn Harland, der vereinsmäßig für den PSV Grün Weiß Kassel läuft, einen neuen Streckenrekord. Es verbesserte die alte Bestmarke aus dem Jahr 1997 von Andreas Schur mit 4:35:55 deutlich auf neue 4:29:50, was genau 6:96 min. entspricht.

Die Siegerehrung verlief noch trocken, dann kam aber, was kommen musste und es fing erneut an zu regnen, so dass die ganze Gruppe ziemlich schnell auseinander lief und sich in alle Winde zerstreute.

Bis zum 26. Brüder Grimm Lauf am 11., 12. und 13. Juni 2010.

Anwesend waren auch Gabi und Peter Gründling, die auf „ihrer Seite“ www.laufticker.de einen eigenen Bericht dieses Laufs präsentieren.

Ergebnisse und „alles drum herum“ findet sich über die Veranstalterseite des Main-Kinzig-Kreises unter www.mkk.de.

Wenn es nur um Ergebnisse geht, sind diese beim EDV-Team unter www.chipzeit.de schnellstens zu finden.

Fazit: der Brüder Grimm Lauf ist einer der schönsten Läufe, welche sich in Deutschland finden lassen und in seiner Form mit mehreren Etappe einer der Wenigen. Hier sind alle sehr dicht bei einander, auch wenn im Lauf durchaus mit harten Bandagen gekämpft wird, achtet jeder sehr auf die anderen.

Das 3-Tage-Erlebnis steht eindeutig im Vordergrund und auch trotz des miesen Wetters in diesem Jahr werden sich wieder alle gerne an diesen Lauf erinnern!

RUNNERS POINT FAHNE