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18. Christkindllauf Wiedenbrück, 03.12.2010

 

 

"Neue Erstplazierte tragen sich in die lange Siegerliste beim beliebten Christkindllauf in Wiedenbrück ein..."

 

 

 

      Start- und Zielbereich: Lange Straße in Wiedenbrück

 

4° Celsius zeigte ein Thermometer, als ich gegen 15:45 Uhr in Wiedenbrück von der Autobahn kommend in Richtung Lange Straße und damit dem Start- und Zielort des Laufs fuhr.

 

               Hotel in der Innenstadt

 

Um diese Uhrzeit rollte der Verkehr noch munter durch die adventlich geschmückte Innenstadt dieses ostwestfälischen Städtchens, welches viele schöne und sehr alte Fachwerkhäuser zu bieten hat. Hinzu kommt um diese Jahreszeit dann noch die festliche Beleuchtung, die sich sehr angenehm in das Gesamtbild einfügt und dem Ganzen einen äußerst heimeligen Anschein verleiht.

 

                         Schönes, altes Holzkarussell

 

Der Weihnachts- bzw. Christkindlmarkt war auch um diese Zeit gut frequentiert und speziell das historische Karussell fand bei den kleinsten Besuchern guten Zuspruch.

 

                     Fachwerkhaus Nähe Adenauerplatz

 

Ebenfalls beleuchtet war auch das Stadthaus, wo auch dieses Jahr wieder die Organisation der Veranstaltung untergebracht war. Hier gab es die begehrten Startnummern für die gemeldeten 1.280 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und auch die beliebten und jedes Jahr neu aufgelegten Tassen, welche an diesem Abend vornehmlich für Glühwein Verwendung finden.

 

                            Neues Jahr - neue Tasse...

 

Die Startzeit 19:00 Uhr war noch weit entfernt und so konnten die zahlreichen Helferinnen und Helfer der LG Burg die Vorbereitungen treffen und in der Langen Straße den Start- und Zielbereich aufbauen.

 

                 Trocknen des Asphalts

 

Als dann um 18:30 Uhr der Verkehr komplett gesperrt war, kamen die Teamkollegen von Mika – Timing, welche für den Außenbereich zuständig waren und trockneten zunächst einmal die Straße mittels Gasbrenners um zu verhindern, dass die Matten, welche zur Zeitnahme dienen auf gefrorenem Untergrund beim Überlaufen wegrutschen könnten.

 

 Der stellv. Bürgermeister, N. Flaskamp, begrüßt die Aktiven

 

Die Aktiven fanden dann auch zahlreich den Weg zur Startaufstellung und suchten sich Ihre Plätze bei den dieses Jahr erstmalig aufgestellten Zielzeitenschildern.

Als zum Start (ohne Schuss) hin die Zuschauer ihre gesponserten Wunderkerzen angezündet hatten und das Feld in die erste von 4 Runden lief, passierten genau 1.113 Aktive die Matten. Ihnen folgte dann noch ein Spätstarter ca. 3:40min. später.

 

      Elias mit kurzer schwarzer Hose, Ilona links dahinter

 

Im Feld waren mit Elias Sansar und Ilona Pfeiffer die beiden hohen Favoriten, haben sie doch beide schon in Serie gewonnen.

Elias Sansar war bereits 9 Mal erfolgreich und hält ebenfalls mit 30:30 min. für den exakt vermessenen 10km – Kurs die Bestzeit.

Ilona Pfeiffer hat 5 Mal gewonnen und hält die Bestzeit der Läuferinnen mit 35:01 min.

 

     Sieger 2010: Jan Simon Hamann

 

Nach der ersten absolvierten Runde war bereits klar, dass es mit dem zehnten Erfolg für Elias in diesem Jahr (noch) nichts werden würde. Er lag zu diesem Zeitpunkt „nur“ an 3 hinter dem später Drittplatzierten Philipp Kaldewei.

Der Abstand des Führenden wuchs von Runde zu Runde, was aber aus verschiedenen Gründen keine Überraschung war. Er bringt aus der vergangenen Woche den Doppelerfolg bei den westfälischen Crossmeisterschaften über die Mittel- und Langstrecke mit.

Außerdem kannte er die Strecke bereits, war er doch im Vorjahr bereits mit 17 sec. Rückstand Zweiter.

 

    Elias Sansar und Philipp Kaldewei...

 

Hinzu kommt, dass Elias Sansar sich bei seinem 10km Sieg am 06. November in Verl (siehe Bericht vom 07. November auf dieser Seite) einen Muskelfaserriss zuzog, der letztlich nicht ausgeheilt war. So quälte er sich zum Ende hin doch noch, allerdings mit schmerzverzerrtem Gesicht auf Platz 2 vor Philipp Kaldewei, der ebenfalls vor fast einem Monat in Verl startete und bester Deutscher im Halbmarathon wurde.

Das Endergebnis:

Männer:

1. Jan Simon Hamann, USC Bochum, 31:14*

2. Elias Sansar, LG Lage Detmold, 32:38*

3. Philipp Kaldewei, LV Oelde, 32:39*

 

       Siegerin hinter Ronald Przybilla

 

Bei den Läuferinnen machte die spätere Siegerin von Anfang an Tempo. Die beim ASV Köln Trainierende war vom „Akademischen Lauftreff“ Wiedenbrück angeworben und lief einen respektablen Vorsprung heraus.

Martin Mastjosthusmann von der Organisation war über diese Tatsache nicht begeistert: "ich weiß auch nicht, was das soll..." Gemeint war, dass er gegen "eingekaufte Söldner" ist, die dann für einen fremden Verein laufen, nur um diesen auch mal aufs Treppchen zu bringen.

 

    Ilona Pfeiffer, zweite Frau und Streckenrekordhalterin

 

Ilona Pfeiffer, die fünfmalige Siegerin, kommt aus einer Verletzungspause und konnte bei den niedrigen Temperaturen in Wiedenbrück noch nicht wieder an ihre alte Stärke anknüpfen. Sie war ja auch schon deutsche Marathonmeisterin im Jahr 2007 in 2:46:15.

Ergebnis:

Frauen:

1. Jana Soethout, ALT Wiedenbrück, 36:09*

2. Ilona Pfeiffer, LC Solbad Ravensberg, 36:49*

3. Kirsten Heckmann, SV Brackwede, 37:30*

(* alle Zeiten Bruttozeiten)

 

            Fans am Straßenrand begleiteten alle Aktiven

 

Das große Feld der Aktiven lief teilweise weihnachtlich gekleidet die 4 Runden und wurde von den bis zum Schluss ausharrenden Zuschauern und Musikgruppen an der Strecke zusätzlich angefeuert.

Den Abschluss des diesjährigen Laufs bildete dann um 20:30 Uhr die Siegerehrung auf der Bühne des Christkindlmarktes.

 

Unterwegs war auch Bürgermeister Theo Mettenborg, der im Jahr 2009 vollmundig erklärt hatte, dass er 2010 mitlaufen wolle. Dies wurde von den meisten Zuhörern als "nur so hingesagt" verstanden. Er hat sich jedoch akribisch auf den Lauf vorbereitet und ist seinen ersten Zehner "in seiner Stadt" unter 1:00 Std. erfolgreich gelaufen. Glückwunsch!

Fazit:

Ein toller Lauf, der überaus begehrt ist, auch wenn dieses Jahr von den ursprünglich Gemeldeten 166 nicht starteten. Dies ist aber sicher auch den frostigen Temperaturen geschuldet. Dadurch hatten die anderen Aktiven etwas mehr Platz auf dem recht engen Kurs.

Nach 1:19:27 kam mit dem für diese Aufgabe abgestellten Schlussläufer Elmar Klemp von der LG Burg eine Schülerin ins Ziel und setzte den Endpunkt. 

 

        Auch die Engel können laufen...

 

Was noch zu berichten ist:

Kurios ist, dass Elias Sansar in Aussicht gestellt hatte, in Wiedenbrück nächstes Jahr nicht mehr zu laufen, wenn ihm dieses Jahr hier sein zehnter Sieg geglückt wäre.

Da dies aber jedoch nicht gelang, wird es wohl am 02. Dezember 2011 auch wieder um Elias Sansar und seinen möglichen zehnten Erfolg gehen!

 

Alle Infos unter www.lgburg.de

Nur – Ergebnisse: http://results.mikatiming.de

RUNNERS POINT FAHNE