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Düsseldorf - Marathon, 02.05.2010


 

"Glaube, Liebe, Hoffnung..."

 

 

Der Marathon in Düsseldorf wurde viele Jahre von ASICS, unserem Partner bei den Moderationseinsätzen als Ausstatter gesponsert. Entsprechend sahen die Bekleidungsteile, bzw. bei Regen die Jacken, aus.

Dieses Jahr war Asics nicht mehr im Pool und es gab auffallend gelbe Jacken, welche das Logo des Marathons aufwiesen und großflächig Kreuz, Herz und Anker mit dem oben angeführten Sinnspruch.

 

 (gut gewappnet - Helferjacken 2010...)

 

Ursprünglich werden hiermit die christlichen Tugenden Glaube (fides), Liebe (caritas) und Hoffnung (spes) bezeichnet; erstmalig in 1. Korinther 13, 13…

Ich hatte schon den Gedanken, ob es sich um ein Sponsoring, quasi als Bußübung der früheren Bischöfin Käßmann handele, aber dies war nicht so.

 

Hintergrund:

Jan Winschermann und ein weiterer Mitarbeiter aus dem Marathonteam sind u.a. begeisterte Segler.

In diesem Zusammenhang haben sie mal auf einem alten Seefahrerfriedhof einen ebenso alten Grabstein gesehen, wo genau dieser, in der christlichen Seefahrt gern benutzte Sinnspruch mit den abgebildeten Symbolen zu sehen war und fanden das so ansprechend, dass sie sich gedacht haben: "warum nicht?"

Es hat natürlich auch damit zu tun, dass nach Wegfall von ASICS als Ausstatter die aktuelle Bekleidung sowieso gekauft werden musste und da haben sie diese halt so gestaltet.

Übrigens ist dies auch so auf den Finisher - Shirts abgebildet...

 

Zu erwähnen ist, dass diese Optik bei den Verantwortlichen nichts mit einem christlichen Hintergrund zu tun hat.

Auch Vermutungen, dass der Marathon einer Sekte anheim gefallen sein könnte, sind unsinnig.

Ebenso die Befürchtung, es handele sich um rechtsradikale Strömungen.

Solche Überlegungen wurden im Vorfeld des Laufs geäußert; auch von Ausgestatteten, von denen ja erwartet wird, dass sie am Marathontag diese Jacken tragen.

Dies ist alles Quatsch !!!

 

                (Düsseldorf, 08:15 Uhr, noch trocken...)

 

Ich stand auch dieses Jahr wieder auf der Oberkasseler Brücke und damit dem höchsten Punkt des Düsseldorf Marathon, da wo von der rechts rheinischen „schäl Sick“, wie die Kölner sagen würden, in den Bereich Oberkassel gelaufen wurde und später wieder zurück.

Früh morgens gegen 08:15 waren außer den Sicherheitskräften der Rheinbahn, welche das Überqueren der doppelten Schienen verhinderten, noch nicht Viele in der Landeshauptstadt unterwegs.

 

                               (als der Regen kam...)

 

Hier an dieser Stelle konnten alle Aktiven bis zu dreimal beobachtet werden. Auf dem Hinweg bei ca. km 9, beim Unterqueren der Brücke bei ca. km 16 und auf dem Rückweg auf die Start- und Zielseite bei km 18,9.

Im Laufe des Vormittages sammelt sich hier immer schnell eine größere Menschenmenge, welche auf der langen Brücke zwar etwas verloren wirkt, aber es sind trotzdem recht viele Leute.

 

 (Bundestrainer beim "Besuch" 2009...)

 

Alle wissen natürlich um die Möglichkeit der mehrfachen Beobachtung, so dass auch der Bundestrainer Detlef Uhlemann und z.B. Wilfried Raatz, der Organisator vieler Läufe rund um Darmstadt und Berichterstatter zahlreicher Leichtathletikmedien, hier erneut Station machten.

 

                                 (Handbiker Spitze...)

 

Zunächst wurden die Handbiker gesichtet, welche um 09:15 Uhr ihren Start hatten und mit irrsinnigen Geschwindigkeiten, zumindest auf der Gefällstrecke nach Oberkassel hinein, unterwegs waren. Auf dem Rückweg, die Rampe zur Brücke hinauf, hatte dann mancher aus dem hinteren Mittelfeld Mühe, diese letzte und höchste Steigung der Strecke zu absolvieren…

 

                      (Verfolger an der Schlusssteigung...)

 

Zeitgleich mit den Handbikes waren auch wieder die Einradfahrer unterwegs.

Für mich nach wie vor die sportlich höchste Leistung.

Einerseits sind auch diese sehr schnell unterwegs, andererseits müssen sie permanent das Gleichgewicht halten und können ja auf bergab Passagen nicht rollen lassen, da Einräder logischerweise keinen Freilauf haben. Hier müssen sie also zusätzlich die Schwerkraft durch ihre Beinmuskulatur kontrollieren.

 

                    (Einradfahrer...)

 

Diese Anstrengungen brachten dann für die Sieger Jan Logemann, TV Frisch Auf Lennep, eine Endzeit von brutto 1:25:15 (Halbmarathon in 41:45). Hochachtung ! ! !

 

    (Sieger mit 2 Pacemakern, einer vorne, einer hinten...)

 

Als die Männerspitze kurz nach km 9 auftauchte war der spätere Sieger bereits dem Feld enteilt und wurde von einem Tempomacher begleitet. Dann folgte eine weitere Verfolgergruppe und danach die beiden ersten Deutschen mit Falk Cierpinski, der zum Schluss Vierter wurde in 2:17:18 und dies quittierte mit den Worten: „Ich bin froh, dass ich ins Ziel gekommen bin“.

 

(Falk Cierpinski mit Pacemaker; Vater Waldemar auf dem Rad...)

 

Mit ihm gemeinsam lief am km 9 noch Tobias Sauter, ebenfalls SG Spergau. Begleitet wurden die beiden Aktiven von Waldemar Cierpinski auf dem Fahrrad. Aber auch der einzige deutsche Marathon Olympiasieger, und dies ja gleich zweimal, konnte nicht verhindern, dass Tobias ausstieg.

 

       (Sieger 2010...) © Veranstalter

 

Ergebnis Männer:

1. Iaroslav Musinschi, MD, 2:08:31 Streckenrekord + europ. Jahresbestzeit

2. Andrej Toptun, UKR, 2:12:08

3. Pawel Ochal, POL, 2:13:23

4. Falk Cierpinski, SG Spergau, 2:17:18

 

         (2 fast 4 me - "noch" führende Frau bei km 19...)

 

Mit Erscheinen des Uhrenfahrzeuges der Frauen schien ebenfalls eine Vorentscheidung gefallen zu sein, wobei sich später noch mal was drehte. Selbst als das Feld zum km 19 bei mir vorbeilief, war die spätere Siegerin noch nicht vorn und noch mit einer vehementen Aufholjagd beschäftigt.

 

(spätere Siegerin mit Hasen Joshua Erebon Ekeno)

 

Auch hier war die beste deutsche Läuferin auf Platz 4. Melanie Kraus, die Siegerin von 2008 mit PB von 2:27:58. Sie erreichte das Ziel in 2:36:00, was aber langsamer war, als die geforderte Norm für die EM im Sommer in Spanien. Letztes Jahr stieg sie nach km 9 aus.

 

            (Gruppe mit Melanie Kraus, vierte von links...)

 

Ergebnis Frauen:

1. Natalya Volgina, RUS; 2:30:47

2. Volha Salevich, BLR, 2:31:40

3. Svetlana Semova, RUS, 2:33:31

4. Melanie Kraus, TSV Bayer 04 Leverkusen, 02:36:00 - dt. Jahresbestzeit

 

                 (3 Stundengruppe mit Tempomachern...)

 

Es hat sich bei vielen der Stadtmarathons eingebürgert, dass Gruppen von erfahrenen Aktiven in bestimmten Zeiten zum Ziel geleitet werden. Das war auch hier der Fall, so dass Alle wissen, dass sie im Windschatten der Ballonträger unter markanten Splitzeiten ins Ziel laufen können.

   (gut drauf, Reinhold Enderle M70...)

 

Ältester Teilnehmer im Feld war Reinhold Enderle aus Altenstadt in der Klasse der M70.

 

    (das Ende ist nahe herbeigekommen...)

 

Vor der Schlusskolonne lief eine einsame Teilnehmerin in Richtung Oberkasseler Brücke und zog die große Zahl der Begleitfahrzeug, die an diesem Tag nicht aus dem ersten Gang herauskamen, hinter sich her.

Als letzte Zeit im Ziel wurde eine 6:04:58 eines Aktiven aus Grevenbroich registriert, wobei es nachweislich nicht Horst Schlämmer war…

 

                          (Mittelfeld im Nieselregen...)

 

Fazit:

Neue Streckenbestzeit bei den Männern mit europäischer Jahresbestzeit von 2:08:31.

Mit 2:36:00 für Melanie Kraus bei aller persönlicher Enttäuschung deutsche Jahresbestzeit.

Und der Tag der Rekorde in Düsseldorf endete mit der erstmals erreichten Gesamtzahl von 3.000 Marathonläufern im Ziel.

 

                          (gelbe Staffelnummern...)

 

Auch in den Marathon-Staffeln waren auch nochmals fast 8000 Läufer unterwegs. Der nächste Rekord.

 

  (ich weiss - Chauvi-Foto, aber auch das war Düsseldorf...)

 

 

     (Irina hat Spaß...) © Veranstalter

 

Und dann war da noch:

Irina Mikitenko vom TV Wattenscheid, welche eine Woche zuvor bei dem Versuch, den London Marathon zum dritten Mal in Folge zu gewinnen, gescheitert war. Sie war als Ehrengast eingeladen, hielt am Start das Startband und lief dann in der 3Std-Gruppe mit der nicht offiziell vergebenen Startnummer „1“ ein kleines Stück des Weges mit.

 

  (Elvis lebt - Tim Felgner, Mettmann...)

 

Gesehen habe ich auf dem Hinweg über die Brücke auch Birgit Lennartz von der LLG St. Augustin, welche eine Endzeit von 3:19:44 in den Listen stehen hat.

Auch wenn ihre PB 2:38:15 bereits aus dem Jahr 1990 ist, nehme ich mal an, dass sie nicht Anschlag gelaufen ist, denn immerhin hat sie ja auch die Weltbestzeiten im 100km – Lauf im Jahr 1989 und 1990 zweimal verbessert auf eine persönliche Leistung von 7:18:57…

 

 (bunter Vogel - Michel hat 170 Marathons...)

 

 

Alles auf: http://www.metrogroup-marathon.de/

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