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 9. Düsseldorf - Marathon, 08.05.2011

 

 

 

„Windiges Laufereignis in der Landeshauptstadt..."

 

 

 

                       Start- und Zielseite am Rhein bei Niedrigwasser

 

Früh morgens um 08:15 Uhr, als ich auf die Oberkasseler Brücke fuhr, welche das Start- und Zielufer auf der anderen Rheinseite verbindet, wehte der Wind bereits heftig und ohne Pause. Und so blieb es auch während des ganzen Lauftages, welchen ich hier bis ca. 12:30 Uhr erlebte.

 

            Steife Brise aus Osten

 

Der Windsack über der Brücke zeigte allen an, dass es eine heftige Angelegenheit werden könnte, trotzdem nützte diese steife Brise in den Straßenschluchten der KÖ – Metropole nichts; hier stieg das Thermometer bis in Bereiche jenseits der 25° Celsius und forderte, wie an diesem Tag auch bei anderen Citymarathons, Opfer…

 

                   42,195km auf Einrädern - Chapeau !

 

Die Ersten, die davon deutlich beeinflusst wurden, waren die über 70 Einradfahrer, die gegen 09:40 Uhr auf dem Hinweg bei km 10 mit Rückenwind über die Brücke fuhren, was es aber nicht erleichterte.

Unter der Brücke wurde dann ca. km 16,5 erreicht und auf dem Rückweg waren sie ziemlich genau bei 18,4km. Hier ging es zur zusätzlichen, nicht unerheblichen Steigung die Brücke hinauf noch permanent gegen den Wind, was einige Aktive dazu brachte, kurzzeitig vom Rad absteigen zu müssen.

Für mich waren die Einradfahrer, welche sich ja auf Rädern mit 28“ und darüber hinaus sogar bis 36“ bewegten, erneut die Helden des Düsseldorf – Marathon. Sie können zu keiner Sekunde ausruhen, habe keinen Freilauf, so dass sie auch bergab immer treten müssen, was bis ins Ziel in der Spitze über 19.000 Kurbelumdrehungen bringt. Außerdem muss noch das Gleichgewicht gehalten werden und das bei dem heftigen Wind – alle Achtung!

http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Einrad-Marathon-Meisterschaft

 

                          Schon fast oben bei km 19

 

Vor den Einradfahrern, aber deutlich windschnittiger, weil weitestgehend in Liegeposition kamen die Handbiker vorbeigeschossen. Hier war wieder gut die Eigenart des Wettbewerbes zu beobachten, in dem leistungsgleiche Aktive eine größere Gruppe bilden und wie an der legendären Perlenschnur aufgereiht hintereinander rollen, bis es zum Wechsel an der Führungsposition und somit eine Zeit im Wind kommt.

Als die Spitze zur Uhr bei km 10 kam, waren sie mit einem Schnitt von unter 1:40 min./km unterwegs.

Um 09:30 Uhr sollte der Start für das Feld der Individuallisten über die Laufdistanz sein, welcher sich erwartungsgemäß um wenige Minuten verzögerte, da es immer schwierig ist, die potentiellen Topps hinter, bzw. vor die Startlinie zu bekommen.

 

       Führungsgruppe mit Andre Pollmächer, links in rot

 

Sie tauchten dann aber ziemlich exakt im 3min./km – Tempo gegen 10:00 Uhr auf und es hatten sich bereits die erwarteten Gruppen „Afrika gegen den Rest der Welt“ gebildet.

 

Sieger 2011: Nahashon Kimaiyo, 2:10:53

 

Bei den Männern lag der für Österreich laufende Günther Weidlinger als schnellster Europäer im Feld einiger Tempomacher. Er hatte sich für diesen Tag 2 Dinge vorgenommen: im Ziel schnellster Europäer und eine Zeit von 2:10. Er weist selbst eine persönliche Bestzeit von 2:10:47 über die Marathondistanz nach. Leider reichte es an diesem Tag weder für das Eine, noch für das Andere. Er bekam ab km 22 Probleme und verließ um km 25 herum den Wettbewerb.

 

     Noch alles o.k.; Jan Fitschen zweiter von links in blau

 

Sowohl auf dem Hin-, als auch auf dem Rückweg lag der Europameister über 10.000m von 2006, Jan Fitschen, bei seinem Marathondebut in der gedachten Gruppe mit verpflichteten Begleitläufern. Dann kam er jedoch bei ca. km 30 plötzlich in die Situation, dass er sich ganz alleine auf weiter Flur fand und sich schließlich bei seinem Debut noch in 2:20:15 durchbiss, was klar hinter seinen selbst gesteckten Erwartungen lag.

 

       Spätere Siegerin mit Begleitern

 

Bei den Frauen bestätigte die immer noch 18jährige Merima Mohammed aus Äthiopien (geb. 10.06.1992) die ihr zugeschriebene Favoritenrolle. Von Anfang an machte sie mit ihrem Begleiter Neals Strik aus den Niederlanden und später auch Timothy Cheruiyot aus Kenia Tempo und finishte in 2:28:14 mit über 5min Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Einziger Wermutstropfen war das Verpassen der Streckenbestzeit von 2:26:44 um 1:30 min.

Die Vorjahressiegerin mit der F1, Natalya Volgina aus Russland sah bereits beim km 10 nicht mehr gut aus. Sie lief unrund mit dem linken Bein und lag bereits deutlich hinter den führenden Läuferinnen. Auch sie stieg später aus.

 

                                 Karneval in Düsseldorf...

 

Fazit:

Marathon in Düsseldorf ist immer ein Ereignis und der Standort Oberkasseler Brücke ist mittlerweile schon Kult. Vor einigen Jahren wurde dieser höchste Punkt der Strecke von der Organisation mal etwas übertrieben als „L’Alpe d’Huez“ des Düsseldorf Marathon bezeichnet. Dieser Zielankunft der Tour de France auf 1.860m Höhe wird die Brücke zwar nicht gerecht, aber anstrengend ist es allemal.

 

            Marathon in Düsseldorf...

 

Viele Zuschauer nutzen die Brücke, um von hier vor den Aktiven im, gemäß Luftlinie, nahe gelegenen Ziel zu sein und sie dort zu erwarten.

Alle Aktiven hatten unter der Hitze in der Innenstadt und dem starken Wind in den freien Lagen zu leiden. Trotzdem wurde insgesamt eine gute Leistung erbracht und nicht zuletzt ein Gesamtfeld von ~ 14.000 Aktiven zeigt, dass Düsseldorf seinen Platz im Laufgeschehen der Republik, im Jahr vor der zehnten Auflage, innehat.

 

Und dann kamen noch ein paar Besucher:

 

       Carsten Unbehaun rechts, Theresa Zurowietz links

 

So z. B. Carsten Unbehaun, der Geschäftsführer Asics Deutschland, welcher Teile der Strecke erlief.

Und auch (The)Resa Zurowietz, welche letztes Jahr bei einigen Aktionen als Praktikantin mit dabei war und in Düsseldorf studiert, ließ es sich nicht nehmen, frisch gebackenen Kuchen vorbei zu bringen.

 

              Einrad-Chef mit Zweirad

 

Stefan Kühne, der 1. Vorsitzende von RMSV Frisch auf Düsseldorf e.V., welcher für die Einradfahrer verantwortlich zeichnete.

 

Impressionen:

 

    Erfahrener Tempomacher: Werner Hymmen, TG Neuss

 

        Angespannte Männer und fröhliche Tatjana Thesen

 

   Hohe Identifikation mit dem Arbeitgeber: Peter Hartwell

 

        Ne Kölsche Jung: Matthias Damm

 

                Happy Birthday: Bettina Mecking, rechts

 

                      RUNNERS POINT / run2 - Staffel

 

                     Reinhold Enderle, M70er aus Berlin

 

                           Viel Volk auf den Beinen

 

  Auch 2011 wieder ältester Teilnehmer: Karl Hammel M75

 

               Ende Gelände: 2 Düsseldorfer Staffeln...

RUNNERS POINT FAHNE