7. Metro Group Marathon Düsseldorf, 07.05.2009
Über den Rhein und wieder zurück..."
Es waren morgens um 07:45 Uhr etwa 11° Celsius, als ich bei Bernd Frielingsdorf vom gleichnamigen Datenservice aus Mönchengladbach im Düsseldorfer Rathaus, unweit des Rheinufers auftauchte.
Dort bekam ich die Daten auf meinen Laptop und bei den Damen der „Pressestelle“ eine 2-seitige Pressemappe mit Infos zu den Top-Aktiven.

Mein Moderations- - Standort war dieses Jahr wieder auf dem höchsten Punkt der Strecke, der Oberkasseler Brücke. Hier passierte das Feld zunächst bei km 9+, dann ging es genau unten drunter durch zum km Punkt 16 und zurück auf die rechte Rheinseite in meiner Höhe bei km 18,9.
Zunächst kamen die Handbiker, welche mit entsprechend hohem Tempo vorbeirollten.
Dann erschienen die Einradfahrer, die für mich, entgegen anders lautender Voten, die höchste sportliche Leistung vollbrachten. Müssen diese Sportler, welche hier in Düsseldorf erneut ihre Deutschen Meisterschaften ausfuhren, doch nicht nur ständig treten, da ja ein Einrad keinen Freilauf hat, sondern sie müssen außerdem ja auch das Gleichgewicht halten und sind durch ihre exponierte Lage zusätzlich permanent dem (Seiten-)wind ausgesetzt.
Bemerkenswert war, dass die Laufräder jetzt deutlich größer sind, als in den Vorjahren und auch teilweise deutlich breiter. Dies mag mit der Tendenz zu tun haben, dass es in den USA (yes we can) aktuell neue MTB´s mit 29“ Rädern im Markt gibt, statt der bisher üblichen 26“ (Zoll).
By the way: der Weltrekord der Einradfahrer im Marathon liegt bei 1:27:08 !

Als dann die Laufspitze der Männer auftauchte, war wie erwartet, der afrikanische Block vorne mit eingeteilten Tempomachern und den Favoriten des Laufs.
Der Sieger des Jahres 2007 und 2008, Bellor Yator hatte abgesagt, da er sich wohl in der Vorbereitung verletzt hatte. Damit stieg die Nr. 2, Wilfried Kigen, dreimaliger Frankfurt–Marathon–Sieger zum Top-Favoriten auf. Zum Ende hin wurde er in 2:11:30 Zweiter hinter David Langat, welcher in 2:10:46 siegte. Platz 3 belegte in erfreulichen 2:13:09, neue PB Andre Pollmächer, LAC Erdgas Chemnitz bei seinem erst zweiten Marathon überhaupt.

Andre gehörte an meiner Streckenposition auf Hin- und Rückweg jeweils zum Verfolgerblock, zu dem zu diesem Zeitpunkt auch Martin Beckmann und Falk Czierpinski zählten.
Der in den USA lebende Ulrich Steidl und Tobias Sauter waren noch einen Block dahinter.
Die weiteren Platzierungen, einschließlich der nächsten Deutschen: 4. Edwin Kibowen KEN 2:13:16, 5. Andrej Gordeev BLR 2:13:32, 6. Martin Beckmann (LG Leinfelden-Echterdingen), neue PB 2:13:42, 7. Richard Mutai KEN 2:14:10, 8. Falk Czierpinski (SG Spergau) 2:17:12, 9. Tobias Sauter (TSV Eltingen) 2:17:27, 10. Ulrich Steidl (SSC Hanau-Rodenbach) 2:19:44.
Bei den Frauen erschien die Vorjahressiegerin Melanie Kraus schon gar nicht mehr, da sie sich um den km 5 herum aus dem Rennen verabschiedete. So liefen ihre beiden ursprünglichen Hasen mit hohem Tempo dem Feld hinterher.

Dann folgte in einer Gruppe Susanne Hahn, die (an diesem Sonntag noch) aktuelle Deutsche Marathonmeisterin und danach Claudia Dreher. Ebenfalls schnell unterwegs war Sonja Oberem, die eigentlich ihre ernsthaften Wettkampfambitionen vor etlichen Monaten an den sprichwörtlichen Nagel gehängt hatte.

Die nächste Aktive war Marion Schulz, die kurz zuvor Deutsche Meisterin im Halbmarathon geworden war. Sie lief hier ein bravouröses Debüt.

Auf dem Rückweg erschienen die eingeteilten „Hasen“ von Claudia Dreher ebenfalls ohne sie, da sie zwischen km 9 und 19 auch das Rennen aufgeben musste.
Ergebnisse der (deutschen) Frauen: 1. Susanne Hahn (SV schlau.com Saarbrücken), neue PB 2:29:26, 2. Melanie Schulz (LC Erfurt) 2:42:47, 3. Sonja Oberem (Rhein Marathon Düsseldorf) 2:43:49

Detlef Uhlemann, der Bundestrainer Langstrecke gab kurz seine Hinweise zu den Deutschen Feldern und zeigte sich hoffungsvoll hinsichtlich der Nominierung für die WM in Berlin.
Wilfried Raatz, u.a. der Verantwortliche für den Deutschen Berglauf den Deutschen Cross – Cup erschien ebenfalls am RUNNERS POINT Asics Van. Manfred Steffny, Herausgeber der ältesten Deutschen Laufzeitung SPIRIDON und zweifacher Olympiateilnehmer (1968 und 1972) war auch auf der Strecke unterwegs.

Mit dem Fahrrad fuhr auch Ralf Schön aus dem Haus ASICS über den Kurs, war aber offensichtlich so mit sich selbst beschäftigt, dass er weder „Freund noch Feind“ sah – schade eigentlich, andererseits waren an diesem Tag auch ca. 10.000 Aktive auf der Strecke unterwegs, da kann das schon ein-, zweimal passieren...

Michel wieder on Tour
Alles in allem war Düsseldorf eine tolle Veranstaltung, die nicht zuletzt dadurch ihren Stellenwert bekam, dass die derzeitigen Top Athleten des DLV hier liefen und nicht eine Woche später die der Marathon DM in Mainz. Und auch die Anwesenheit von Detlef Uhlemann, dem Bundestrainer trug zu dieser Wertung bei, wie schon in den Vorjahren, als er hier „seinen Kader“ beobachtete.

RUNNERS POINT Kollege Frank Eickmann
Alle Ergebnisse etc. wie immer auf der offiziellen Veranstaltungsseite unter: http://www.duesseldorf-marathon.de


