29. Frankfurt Marathon, 31.10.2010
"Schnellster Frankfurt Marathon aller Zeiten. Zwei neue Streckenbestzeiten. Frauen- und Männersieger schneller als Berlin 2010."

Streckenchef Dieter Bremer auf Kontrollfahrt...
Dieter Bremer, der Streckenchef brachte es beim traditionellen Besuch bei mir auf dem RUNNERS POINT / Asics – Fahrzeug auf den Punkt: „das hätten wir uns für das nächste Jahr, für den 30. Frankfurt Marathon genau so gewünscht…“
Es hätte, so weit kurz nach dem Lauf bekannt wurde, gar nicht besser laufen können in der Hessenmetropole.
Es war eines der schnellsten jemals verpflichteten Felder, das Christoph Kopp da unter Vertrag genommen hatte und die Vorschusslorbeeren wurden auch verdient.
Die Ergebnislisten von Mikatiming zeigen 7.861 Männer, 1.697 Frauen = 9.558 Läuferinnen und Läufer. Hinzu kommen dann noch die Staffeln mit je 4 Aktiven.
Die offiziellen Meldezahlen:
Marathon: 12.475, Mini-Marathon: 2.613, Struwwelpeterlauf: 1.081,
VGF – Staffelmarathon: 5.996 = Gesamt: 22.165

Trianon, Mainzer Landstrasse
Auch an diesem Sonntag war es zunächst noch etwas neblig, als ich gegen 08:15 Uhr in Frankfurt einrollte und über Zielzulauf und Startbereich, vorbei am Platz der Republik einbog in die Mainzer Landstraße, wo sich genau am Trianon mein diesjähriger Standort befand.
Mein Helfer Jens Indorf vom SC Steinberg hatte sein Laptop mit DVBT Empfang mitgebracht und so konnten wir live mitverfolgen, wie mit leichter Verspätung das Feld der über 12.000 Gemeldeten auf die Laufstrecke startete.
Unser RUNNERS POINT Marketingleiter Daniel Kumelis, der erst vor wenigen Tagen selbst in Chicago eine 2:44 lief, kam ebenfalls vorbei um mitzuerleben, wie die große Masse der Aktiven zwischen den Wolkenkratzern die Strecke enterte.

Männerspitze kurz nach km 1
Natürlich war zu Beginn, als der km 1 kurz vorher passiert wurde, das Feld noch dicht zusammen und wie zu erwarten liefen die Läufer aus Kenia und Äthiopien mit einem flotten Tempo in die ersten Kilometer hinein.

Gruppe mit Falk Cierpinski und deutschem Staffelläufer
Sehr früh zeigte sich bereits wieder die Teilung zwischen Afrika und „dem Rest der Welt“ – Europa und somit auch Deutschland. Und Deutschland hieß in diesem Fall Falk Cierpinksi. Ich weiß, es ist sein Schicksal, dass immer wieder erwähnt wird, Falk Cierpinski, der Sohn von Waldemar.
Waldemar Cierpinski, der einzige deutsche Olympiasieger Marathon und das gleich doppelt 1976 und 1980. Er begleitete seinen Sohn, der für die SG Spergau läuft und zu Anfang seiner sportlichen Karriere zunächst Triathlon betrieb.
Auf dem Fahrrad fuhr Vater Waldemar immer einige Meter hinter der Gruppe her und hatte auf seiner Tafel am Lenker sicher sowohl den Streckenplan, als auch die geplanten Zwischenzeiten.

Spitze auf dem Rückweg zum km 3
Auf dem Rückweg von der Alten Oper kam das Feld zunächst wieder bei uns vorbei und die Situation war nach diesen weiter ca. 1,5km unverändert. Afrika vor…

Frauengruppe und vorne Christian Glatting TV, Wattenscheid
Auch bei den Frauen war es so; hier war aber viel mehr die Frage: Kenia oder Äthiopien? Denn es gab durch aus Kenner der Szene, welche die mit Nr. 7 startende Mare Dibaba als potentielle Siegerin sahen.
Die mehrköpfige Frauengruppe lief so auch aus unserem direkten Blickfeld, in welches sämtliche Aktiven erst wieder nach km 36 kommen sollten.

Mini - Marathon - 4,2km mit SSC Jungs...
Das große Feld der weiteren Aktiven folgte den schnellen Spitzen und machte somit den Weg frei für den um 10:45 startenden Mini – Marathon, bei welchem mit ~ 2.600 Kids fast die bisherige Topzahl von 2.680 erreicht worden wäre.

Sabrina Raudies, ebenfalls SSC Hanau - Rodenbach
Am Ende dieses Laufs war der SCC Hanau Rodenbach mit zwei Siegen, zwei zweiten Plätzen, einem dritten Platz, zwei vierten und zwei fünften Plätzen der erfolgreichste Verein Beim Mini - Marathon, nicht zuletzt durch die Trainer Harry Arndt und Mohamed Gassem…

Sieger mit neuer PB: 2:04:57, Wilson Kipsang, KEN
Nach ca. 1Std. 48min kamen die Führungsfahrzeuge dann wieder in unseren Sichtbereich und boten in der Spitze lediglich noch 2 Aktive an: den mit Startnummer 7 an seinem Geburtstag laufenden Tadese Tola (PB: 2:06:41) und die Nr. 8 Wilson Kipsang (PB 2:07:10).
Im HR Fernsehen konnten wir dann verfolgen, wie bei der Umrundung der Alten Oper der Läufer mit der Startnummer 8 trotz seiner schlechteren Papierform das Tempo anzog und sich Tadese Tola das Geburtstagsgeschenk in Form eines Sieges nicht machen konnte.
Zum Ende hin war es ein überdeutlicher Sieg und für den Sieger eine Verbesserung des alten Streckenrekordes aus dem Vorjahr (2:06:14) um genau 1:17min auf 2:04:57.
Das ist die schnellste Siegerzeit aller deutscher Marathons des Jahres 2010.
Männer:
1. Wilson Kipsang (Kenia) 2:04:57
2. Tadese Tola (Äthiopien) 2:06:31
3. Elias Chelimo (Kenia)2:07:04

Enttäuscht: Falk und Vater Waldemar auf dem Fahrrad...
Falk Cierpinski lief als bester deutscher Athlet in 2:20:44 Stunden auf Platz 31 - einmal mehr litt er unter Seitenstichen.

Mocki und links, ganz in schwarz Ralf Schön, Asics
Bei den Frauen war zwischendurch „Mocki“ als Staffelläuferin vorbei gekommen und auch Petra Maak, den Insidern der Szene ebenfalls bekannt, lief in Frankfurt.

Sonja Oberem und Carsten Eich als Staffelläufer unterwegs
Selbiges tat auch Karsten Eich, der zuletzt beim Asics Grand10 vor 3 Wochen als „Normalo“ unterwegs war, nachdem er seine Karriere als Leistungsläufer beendet hat.
Sonja Oberem vom Düsseldorf - Marathon – Team war auch als Staffelmitglied unterwegs und lief auf gleicher Höhe mit Carsten Eich.

Siegerin mit neuer PB 2:23;25, Caroline Kilel, KEN
Die Frauen hatten ein wesentlich engeres Rennen, lagen doch zum Ende hin Platz 1 und 3 lediglich 42sec. auseinander.
Frauen:
1. Caroline Kilel (Kenia) 2:23:25
2. Dire Tune (Äthiopien) 2:23:44
3. Agnes Kiprop (Kenia) 2:24:07
4. Isabellah Andersson (Schweden) 2:25:10
Damit blieben diese vier Frauen sämtlich unter dem alten aus dem Jahr 2005 stammenden Streckenrekord von 2:25:12 !

Clowngruppe mit Pumuckl...
Und natürlich waren viele „bunte Vögel“ unterwegs, wie die auch schon in meinem Samstagsbericht erwähnten Pumuckl und Michèl des Combes und Andere, die sich farbenfroh und außergewöhnlich „gewandet“ hatten.

RP Kollege Uli Amborn, LG Offenbach
Die Temperaturen stiegen bis auf 16° Celsius und die nahezu Windstille tat ein Übriges dazu, dass es beim 29. Commerzbank Frankfurt Marathon 2010 ein riesiges Rennen wurde.

100. Marathon - Helmut Kreiss
Das war dann gleichzeitig der Abschied einer mehrere Jahre dauernden Partnerschaft mit der Commerzbank.

29. Teilnahme, Kalli Flach, M70
Im nächsten Jahr startet dann am 30.10.2011 der 30. BMW Frankfurt Marathon und somit bekommen sowohl Frankfurt, als auch Berlin denselben neuen Marathon - Sponsor.
Impressionen Frankfurt 2010:

Start verpasst: Malgorzata Ozimek, POL

"nach Hause telefonieren..." Mini Marathon Kids

Job erledigt: Pacemaker wartet auf PKW

Fan beim Mini-Marathon

Erfahrene Langstreckler als Tempomacher für die Masse...

Blinde Regina Vollbrecht und Begleitung, Respekt...

Gary Timmermann, HLV Volks- und Straßenlaufwart

Gruppe mit Joey Kelly und blindem Läufer...

Allzeit bereit: das (frierende) DRK...

Astrid und Jürgen beim Lauf-News-Fotografen...
Michael Wilczynska, der anwesende Fotograf von Lauf - News hat einen Veranstaltungsbericht erstellt und es gibt über 9.000 Fotos.
Zu finden unter Aktuelles bei: http://www.lauf-news.de

ohne Worte: Ralf Deters, Darmstadt...

Ende Gelände - Michèl Descombes...

Maintower, zu hoch heute...

Der Lohn der Mühe: Frankfurt Marathon Medaille 2010
Alles offiziell unter: http://www.frankfurt-marathon.com/


