28. Frankfurt Marathon, "Sonntag", der 25.10.2009
„Es wurde ein Frankfurt Marathon der Superlative..."
Die Hoffnung der Organisation rund um Race - Director Jo Schindler und Streckenchef Dieter Bremer hat sich erfüllt; es wurde in mehrfacher Hinsicht ein Lauf der Superlative in Frankfurt 2009.

(Frankfurt, 25.Oktober 2009 - 09:00; Ruhe...)
Als ich morgens um 08:30 in die Große Eschersheimerstrasse einfuhr, lag eine relativ niedrige Wolken- bzw. Hochnebeldecke über Frankfurt, so dass noch nicht klar war, ob denn überhaupt Live Bilder durch das Fernsehen gesendet werden könnten.
Nachdem Jens Indorf, mein Edelhelfer und ich mit dem Aufbau um ca. 09:30 fertig waren, hatte sich die Situation bereits etwas geklärt und es entstanden erste helle Lücken in der Wolkendecke.
Pünktlich um 10:00 Uhr begann das Hessenfernsehen mit der Live Übertragung. Der Startschuss sollte dann um 10:02 Uhr erfolgen, leider hat der Bediener der Startkanone es nicht geschafft, den Startschuss abzugeben.
Da über die Beschallung der Countdown erfolgte, startete das Feld bei „los“, so dass dann alles ins Laufen kam.

(Zugläufer für "die Masse")
Um diese Zeit waren die Handbiker bereits seit ca. 40 min. unterwegs und somit passte dann auch diese Planung. Die Start- und Zielgerade war zum Einrollen der Handbiker wieder frei, weil alle Läufer unterwegs waren.

(Blick zur Hauptwache)
Mein Standort an diesem Tag war etwas hinter dem der vergangenen Jahre, in Sichtweite der Hauptwache, wo eine große Videowand installiert war. Hier war eine Bühne aufgebaut, auf der mächtig Alarm gemacht wurde. Die Caritas hatte ihr Spendentor aufgebaut und es waren etliche Verpflegungsstände vor Ort und versorgten die Zuschauer.

(Spitze nach km 7)
Die Spitze tauchte hier exakt am km 7 in der ersten Runde auf und es war, wie nicht anders zu vermuten, die bekannte Blockbildung „Afrika und der Rest der Welt“ zu beobachten.
Ein großes Feld kenianischer, äthiopischer und marokkanischer Läufer bildete die Spitze.
Neben den auf eigene Rechnung laufenden Favoriten waren allein bei den Männern 12 Pacemaker verpflichtet und bei den Frauen sogar 14 an der Zahl.

(gelbe Staffel - Startnummern)
Als einer der ersten Europäer lief Günther Weidlinger aus Österreich durch, der zum Ende hin neuen Landesrekord mit PB 2:10:47 lief und Platz 10 gesamt belegte.

(Frauenspitze am km 7)
Aus deutscher Männersicht war Steffen Justus, der Sieger des München Marathon 2008 ganz vorn dabei. Bei seinem Debüt glänzte am km 7 ebenfalls (noch) Jörn Harland aus Kassel, der 2009er Brüder-Grimm-Lauf Sieger. In der zweiten Runde kam er jedoch mit hängendem Kopf gehend und völlig demoralisiert bei mir vorbei. Das Rennen war für ihn gelaufen; das Debüt hat wohl nicht funktioniert – Endzeit: 2:50:30, Platz 199, schade…
Die zweite Runde an meinem Standort bedeutete km 39,25.

(Das Mittelfeld)
Zu diesem Zeitpunkt waren sämtliche Gruppen gesprengt und der Kampf um die Plätze hatte begonnen. Hier lag der Vorjahressieger Robert Kiprono Cheruiyot (2:07:21) noch vor dem späteren Sieger Gilbert Kirwa, der bis dahin eine PB von 2:08:21 nannte.
Nach den ostafrikanischen Läufern tauchte als erster Europäer Günther Weidlinger aus Österreich in der Festhalle auf und wurde Zehnter; der zweite Europäer war auf Platz 23 Oystein Sylta aus Norwegen in 2:17:42. Dritter Europäer auf Platz 24 wurde mit Steffen Justus der erste Deutsche in 2:18:44, für ihn eine neue persönliche Bestzeit!

(Warten auf Bekannte)
Die Damenfelder waren ebenfalls weit auseinander und so liefen die schnellsten Frauen, meist noch von einem verpflichteten Pacemaker begleitet, in die letzten 3 Kilometer.
Die Wertung bei den Frauen war wie erwartet: auch hier dominierte Kenia das Geschehen. Agnes Kiprop erreichte das Ziel nach 2:26:57 Stunden vor ihrer Landsfrau Hellen Kimutai (2:27:50). Dritte wurde die Polin Karolina Jarzynska mit 2:29:10.
Zehnte und damit schnellste Deutsche wurde bei ihrem Abschiedsrennen Luminita Zaituc von der LG Braunschweig in 2:35:06 Stunden.
Die Platzierungen:
Männer
| Platz |
|
Startnr. |
Name |
Verein |
AK |
Diff |
Zeit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
1 |
|
7 |
Kirwa, Gilbert (KEN) |
|
MH |
+00:00 |
02:06:14 |
2 |
|
1 |
Cheruiyot, Robert Kiprono (KEN) |
|
MH |
+00:09 |
02:06:23 |
3 |
|
10 |
Kiplagat, William (KEN) |
|
M35 |
+00:51 |
02:07:05 |
4 |
|
15 |
Kemboi, Elias Chelimo (KEN) |
|
MH |
+02:01 |
02:08:15 |
5 |
|
17 |
Tafere, Alemayehu (ETH) |
|
MH |
+02:32 |
02:08:46 |
6 |
|
14 |
Kurgat, Sammy (KEN) |
|
M30 |
+03:20 |
02:09:34 |
7 |
|
6 |
Kiptoo, Benjamin Kolum (KEN) |
|
M30 |
+03:53 |
02:10:07 |
8 |
|
9 |
Kipkemboi, Laban (KEN) |
|
M30 |
+04:26 |
02:10:40 |
9 |
|
52 |
Gena, Siraj Amda (ETH) |
|
MH |
+04:27 |
02:10:41 |
10 |
|
31 |
Weidlinger, Günther (AUT) |
|
M30 |
+04:33 |
02:10:47 |
Frauen
| Platz |
|
Startnr. |
Name |
Verein |
AK |
Diff |
Zeit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
1 |
|
F5 |
Kiprop, Agnes (KEN) |
|
WH |
+00:00 |
02:26:57 |
2 |
|
F8 |
Kimutai, Hellen Jemaiyo (KEN) |
|
W30 |
+00:53 |
02:27:50 |
3 |
|
F21 |
Jarzynska, Karolina (POL) |
|
WH |
+02:13 |
02:29:10 |
4 |
|
F10 |
Dado, Firehiwot (ETH) |
|
WH |
+02:23 |
02:29:20 |
5 |
|
F20 |
Drazdauskaite, Rasa (LTU) |
|
WH |
+03:32 |
02:30:29 |
6 |
|
F18 |
Rono, Georgina (KEN) |
|
WH |
+04:52 |
02:31:49 |
7 |
|
F3 |
Baysa, Atsede (ETH) |
|
WH |
+05:08 |
02:32:05 |
8 |
|
F6 |
Cheruiyot, Rose (KEN) |
|
W30 |
+05:08 |
02:32:05 |
9 |
|
F4 |
Limika, Irene (KEN) |
|
W30 |
+06:10 |
02:33:07 |
10 |
|
F7 |
Zaituc, Luminita (GER) |
|
W40 |
+08:09 |
02:35:06 |

(Heinrich Kuhhaupt, aufmerksamer Beobachter)
Über mehrere Stunden war Heinrich Kuhhaupt, der Organisator des Advent Marathon in Bad Arolsen http://www.advent-waldmarathon-arolsen.de/
bei mir auf dem Dach des RUNNERS POINT / Asics - Van und beobachtete die Aktiven. Er ist, mittlerweile 70jährig, selbst erfahrener Ausdauersportler mit einer PB von 2:28 über die Marathondistanz und hat in den 80er Jahren auch den Frankfurt Marathon gelaufen.
Fazit:
Mit fast 13.000* Gemeldeten hat der älteste deutsche City – Marathon einen neuen Melderekord erzielt.
Mit fast 10.000 Finishern* erreichten so viele Aktive das Ziel, wie nie zuvor.
Mit einem neuen Streckenrekord von 2:06:14 stieg Frankfurt in die Liga der schnellen Laufstrecken auf. Diese Zeit bedeutet Platz 10 in der Welt – Jahresbestenliste.
All dies zusammen manifestiert den sicheren Platz 3 für Frankfurt hinter den City Marathons in Berlin und Hamburg.
Alle Ergebnisse unter www.mika-timing.de
Veranstaltungsseite: www.frankfurt-marathon.com
*Nachtrag 26.Oktober 20:25 Uhr:
Die offizielle Statistik des Marathon lautet: Finisher Marathon 9.604 (+ 135 gegenüber 2008), Handbiker 69, Staffelmarathon 1.247 Staffeln = 4.988 Läufer, Mini - Marathon 2.103.
Die exakte Zahl der Anmeldungen betrug 12.614 (im Vorjahr 12.046).


