4. GAG Erlebnis-Halbmarathon Köln, 09.08.2009
„Laufend die Schäl Sick entdecken..."
Auf dem Wiener Platz fand auch dieses Jahr wieder, parallel zum Lauf, das 2. Mülheimer Olivenfest statt, so dass mediterranes Flair den Lauf umgab.
Mediterran war es auch durch die schwüle Witterung an diesem Sonntagmorgen in Köln Mülheim. Es war zwar nicht „so warm“, aber die hohe Luftfeuchtigkeit trieb so manchem Zuschauer den Schweiß auf die Stirn.

(Björn wieder in Aktion)
Schweiß floss auch bei den Analysen, die mein Kollege Björn auf unserem Running Mobil durchführte.
Wie schon bei den vorherigen Auflagen dieses Laufs gab es erneut 3 Starts: 08:45 Uhr den Start zum GAG Halbmarathon, um 09:00 Uhr starteten die Schülerinnen und Schüler über 1km und um 09:15 Uhr waren dann die Schnupperläufer über 5 km an die Startlinie gebeten.
(Start- und Zielbereich mit Walter Stahl, rechts in gelb)
Der Start- und Zielbereich wurde wieder komplett gebaut vom Team rund um Walter Stahl und die Jungs von http://www.cbb-mg.de errichteten auch die komplette Beschallung auf dem Wiener Platz.

(GAG Vorstand Kathrin Möller, PB: 1:39)
Somit bekamen Jochen Baumhof, sportlicher Leiter vom TV Refrath, selbst Langstreckenläufer und exzellenter Kenner der regionalen Szene, und ich unsere Mikrofone und konnten den Lauf anschieben.
Es ist schon Tradition, mit dem Song „Schäl Sick“ von den Bläck Fööss musikalisch in den Morgen zu starten und damit auch allen Anliegern und Besuchern zu signalisieren, dass es nun bald losgeht.

(Startaufstellung zum Halbmarathon)
1.463 Finisher alleine über den Halbmarathon verzeichnet die spätere Ergebnisliste; und diese Masse an Leuten stellte sich zum Start auf, um über die Matten von Frielingsdorf Datenservice aus Bergisch Gladbach zu laufen und somit ihre Startzeit zu setzen.
Jürgen Meyer, Starter und DLV Verbandsaufsicht gab mit seinem Colt die Startschüsse und achtete auf den richtigen Ablauf der Veranstaltung.

(Interview mit Pascale Schmoetten, spätere 5km Siegerin; rechts Jürgen Rothers, ex. Polizei- und Regierungspräsident)
Es gab zwischendurch zwei Meldungen von Streckenposten, die seitens einer Funkstaffel auf der Strecke verteilt waren, welche darauf schließen ließen, dass bei den Männern ein eher taktisches Rennen gelaufen wurde. Es zeichnete sich auch ab, dass der Streckenrekord von 1:11:41 aus dem Anfangsjahr 2006 wohl nicht fallen würde.

(Marc Fricke läuft applaudierend ins Ziel)
Der Streckenrekordhalter, Philipp Nawrocki von der Aachener TG und dreimaliger Sieger, war entgegen der Ankündigung nicht im Feld, so dass es auf jeden Fall einen neuen Sieger geben würde.
Ergebnis Männer:
Sieger - Marc Fricke, Non-Stop-Ultra Brakel, 1:15:24
Zweiter - Salvatore Di Dio, LKD Düsseldorf, 1:15:25
Dritter - Norbert Schneider, Bunert Running Team, 1:15:29
Die knappen Abstände der Endzeiten bestätigten die These nach dem taktischen Verlauf des Rennens. Die Entscheidung wurde erst auf den letzten 200 m, kurz vor der Ziellinie gesucht. Dies sagten auch alle 3 Erstplatzierten im kurzen Interview unmittelbar nach dem Lauf.
Bei den Frauen gab es leider keinerlei Zwischenstand von der Strecke. Wäre es so gewesen, hätte sich schon früh eine Sensation angekündigt, denn es gab eine deutliche Verbesserung der bisherigen Streckenbestzeit von 1:23:05 (Jeannine Hagedorn, TV Refrath im Jahr 2006).
Siegerin 2009:
Platz 1 - Silke Optekamp, Mönchengladbacher LG, 1:19:17
Sie unterbot den alten Streckenrekord um 3:48 min.; das sind fast 11 sec. je Kilometer!
Platz 2 - Christl Viebahn, TV Refrath, 1:23:34
Platz 3 - Silke Schäpers, TV Refrath, 1:25:11
Über die 5 km liefen 76 Aktive ins Ziel hinein und verteilten sich auf den vorderen Plätzen wie folgt:
Frauen:
1. Pascale Schmoetten, Celtic Diekirch (LUX), 19:28
2. Natalie Cremers, LTD Köln - Dellbrück, 24:21
3. Cindy Schöler, ohne Ort oder Verein, 24:27
Männer:
1. Nicolas Dreistein, TSV Bayer Leverkusen (m Jgd), 17:45
2. Michael Gaspers, TSV Bayer Leverkusen, (m Jgd), 18:34
3. Björn Klemz, LT Cleversoft, 19:08

(Interview mit Schüler - Starterinnen)
Im Feld der „Zwerge über 1.000m“ kamen 41 Aktive ins Ziel hinein, so dass insgesamt eine Teilnehmerzahl von 1.580 in den Ergebnislisten steht.
Das ist deutlich weniger, als die Spekulationen von Ralf Scherbaum, Race Director des GAG Erlebnis-Halbmarathon, erhoffen ließen.
Es waren einen Monat vor dem Start bereits 1.111 Vormeldungen eingegangen. Erstaunlich ist, dass dann am Lauftag an sich kaum noch welche hinzukamen. Erklärend muss allerdings gesagt werden, dass zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch Schulferien in NRW waren.

(Dreigestirn: Jürgen Meyer, Helmut Urbach, Ralf Scherbaum, von links)
Im Feld der Starterinnen, und somit sofort zu einer der Favoritinnen erklärt, war auch Birgit Lennartz von der LLG Sankt Augustin, extrem erfolgreiche Langstrecklerin der vergangenen Jahrzehnte. Sie zog sich unterwegs eine Verletzung zu und wurde von ihrem Mann Udo Lohrengel noch vor der Siegerehrung nach Hause gefahren. Ein Portrait von Birgit: http://www.marathon-und-mehr.de/images/laufportraitbirgita.pdf
Detlef Ackermann der Webmaster von Laufen in Köln, den ich aber im Ziel leider verpasst habe, war ebenfalls am Start und schrieb einen Bericht unter einem etwas anderen Aspekt, der sich auf 3 erfolgreiche Damen beim Halbmarathon bezieht:
http://www.laufen-in-koeln.de/lik4.php?aid=A-6793

(Erlebnis - Halbmarathon: mit Spaß ins Ziel...)
Fazit:
„Laufend die Schäl Sick erleben“ in der vierten Auflage war, trotz überschaubarer Teilnehmerzahl, wieder ein toller Erfolg und es wird nächstes Jahr die fünfte Auflage geben. Der Termin sollte in Kürze auf der Seite http://www.gag-erlebnis-halbmarathon.de veröffentlicht werden.
Auf dieser Seite finden sich auch die Ergebnislisten sämtlicher Läufe, Pressemeldungen und Impressionen rund um die Läufe.



