10. int. Hanauer Meisterschaften im 1.000 m-City-Lauf, mit Prominentenlauf, 26.05.2009
„wieder einmal initiiert, organisiert und stimmlich begleitet von Harry A. Arndt"
Harry A. Arndt, der Ehrenpräsident der DUV und Träger des Bundesverdienstordens ist zu Recht ein Mann, den man als „Freund der Jugend“ bezeichnen kann. Aber nicht nur der Jugend, sondern auch der kleineren Kinder, die ihn sämtlich mit Achtung und Respekt behandeln, weil er das mit Ihnen genau so macht.
Da passiert es einem Erwachsenen schon mal, dass er um „einen Moment Geduld“ gebeten wird, weil gerade ein 5jähriger eine ganz wichtige Frage hat und Harry Arndt in aller Ernsthaftigkeit auf ihn eingeht und die Dinge so erklärt, dass sich der Fragesteller genau so ernst genommen fühlt, als wenn einer der begleitenden Lehrkräfte die Frage gestellt hätte.

("Harry, hol schon mal den (Kreide-)Wagen...)
Weiterhin ist Harry Arndt ein akribischer Arbeiter in Sachen Leichtathletik und Jugend. Dieses kann dann auch dazu führen, dass „der Harry“ unterwegs ist, um z.B. jeden Meter der Laufstrecke noch einmal selbst zu kontrollieren und auch mit dem Kreidewagen die Ideallinie selber zu erstellen. So auch die Aufbauten im Start- und Zielbereich zu recht zu rücken und natürlich auch die Siegehrungen werden entsprechend liebevoll und detailreich durchgeführt.
Aber auch hier stimmt wieder, dass hinter einem erfolgreichen Mann immer auch eine emsig arbeitende Frau steht, die ihm an vielen Stellen nicht nur den Rücken freihält.

(links Sigrid Arndt mit einer weitern Helferin)
Somit wuselt auch Sigrid Arndt den ganzen Tag herum und macht und tut, so wie die vielen namenlosen Helfer /-innen des Schul Sport Club Hanau Rodenbach; zum Dienst gebeten sind bei solchen Veranstaltungen auch beide Söhne Arndt.

(zweiter und dritter von links, die Brüder Carsten und Sascha Arndt)
Es war an diesem Dienstag also wieder so weit, dass zu Füßen der Brüder Grimm, denen auf dem Hanauer Marktplatz ein Denkmal gesetzt wurde, 20 Laufstarts geplant waren, bei denen ab 15:20 Uhr von den jüngsten der AK W+M 05, 06 + 07 2 Runden und damit 666m gelaufen wurden. Danach ging es dann immer über 3 Runden und die ausgeschriebene Strecke von 1.000m.

(Flaggenparade mit: Eyerkaufer, Timmermann, Gassem von lks.)
Eröffnet wurde die Veranstaltung aber wieder mit der Flaggenparade um 15:00, um allem einen glanzvollen Beginn zu geben.

(Harry Arndt und der Oberbürgermeister)
Zu dieser Eröffnung war mit Grußworten der, mit 75% Wälerstimmen, wieder gewählte Hanauer Oberbürgermeister anwesend. Im Kreis der Läufer zur Flaggenparade war u.A. Karl (Charly) Eyerkaufer, ehemaliger Landrat, der dem Sport in und um Hanau, bzw. im Main-Kinzig-Kreis viele Wege geebnet hat. Gary Timmermann, der am Sonntag die Verantwortung zum Turnfestlauf inne hat, lief ebenso mit.

(Rindswurstpause bei den Juristen)
Auf dem Platz ist erfahrungsgemäß die sprichwörtliche Hölle los. Mehr als 2.000 Teilnehmer /-innen kommen dort während der 6 Stunden Programm zusammen. Oft begleitet von älteren Geschwistern und Eltern und von Lehrkräften.
Da wird es dann auch mal schwierig, „seine Leute“ bzw. Klasse zu finden, so dass ein Teil meiner Aufgabe auch darin bestand, Eltern oder Kinder, Lehrer oder Schulklassen zu einander zu führen, Fundsachen auszurufen und immer wieder auf die Rahmenzeiten hinzuweisen.

(warten auf den Start)
Die ganze Spannung der, unmittelbar im „callroom“ an der Laufstrecke wartenden ist dann vorbei, wenn der Startschuss fällt, bei dem dann leider auch oft einige Aktive fallen; speziell bei den Jungs, die deutlich ungestümer starten, als die Mädchen.
Auffällig ist, dass es einen extrem hohen Anteil nicht deutschstämmiger Kinder gibt, so dass die Nennung der Namen viel Geschick und Sprachfertigkeit verlangt, da hier viele der in Deutschland heimisch gewordenen Nationalitäten vertreten sind.

(engagierter Laufstil)
Aber das macht auch den Charakter aus; geht es doch auch darum eine integrative Sportveranstaltung durchzuführen, die, so der Untertitel der Ausschreibung:
zur Förderung des Breitensports und zur Talentfindung initiiert wurde.
Und dass in der Deutschen Leichtathletik ohne Sportler /-innen mit Migrationshintergrund seit Jahren nix geht, ist dem aufmerksamen Beobachter zweifelsohne klar.

(Kofferraum der Familie Arndt)
Es gab eine Menge, altersgerechter Auszeichnungen, die im Originaltext der Ausschreibung wie folgt dargestellt werden:
1. Wertvolle Urkunden (Vielfarbendruck) für alle Teilnehmer/-innen, die das Ziel erreichen.
2. Johannes- u. Johanna-Luther-Cup (Pokale) für alle Stadtmeister (Jahrgangssieger).
3. H.-Arndt-Cup für die Schulen mit der größten Teilnehmerzahl: Großer Wanderpokal, der nach dreimaligem Gewinn in den endgültigen Besitz der Schule übergeht. Außerdem werden alle Schulen mit über 50 Finishern (Grundschulen unter 200 Schüler – mit 25 Finishern) mit einem Pokal geehrt.
4. Johanna-Luther-Cup und Johannes-Luther-Cup für die besten Tagesleistungen der
Schülerinnen u. Schüler: Pokal u. zweckgebundener Geldbetrag (25,- €/Sportausrüstung).
5. Die 4 Besten eines jeden Jahrgangs können 1 Jahr kostenlos am Leichtathletik Training und an den Wettkämpfen des Schul-Sport-Clubs SSC teilnehmen (mit Übernahme der Startgebühren durch den SSC).
Also auch hier geht es wieder um Motivation und Förderung des Sports.

(wo ist die Mama?)
Als erstes waren um 15:20 Uhr die kleinsten Mädchen im Alter 5, 6 und 7 Jahre dran. Sie liefen „nur“ 2 Runden, was 666m entspricht und zeigten viel Eifer auf der Strecke. Ihnen folgten im zweiten Start dann die gleichen Altersklassen bei den Jungen, ebenfalls über die 666m.
Danach gab es bis Tagesende 18 weitere Starts, jeweils über 3 Runden und somit 1.000m.

(einfach suuuper...)
Es wurden teils ansprechende Leistungen geboten und es war wieder mal zu beobachten, dass die maximal 2 Wochenstunden „Sport“ in den Schulen nicht unbedingt dazu beitragen, Ausdauer zu fördern. Die vorderen Plätze wurden oftmals von vereinsgebundenen Aktiven erlaufen, die sich regelmäßigem, zielgerichtetem Training unterziehen.
Die Tagesbestzeit über 1.ooom setzte Daniel Parker vom SSC Hanau Rodenbach mit 2:52min für den Kurs, was auf eine 2:40er Zeit flach umzurechnen wäre.

(so sehn Sieger aus)
Zwischen den einzelnen Starts wurden immer wieder Siegerehrungen durchgeführt, bei denen es neben Medaillen und den erwähnten Urkunden auch Pokale und T-Shirts mit dem Aufdruck Hanauer Meister 2009 gab.
Der letzte Start gebührte dann den Aktiven im Einladungslauf, zu dem sich Erwachsene eingefunden hatten, hier auch wiederum Karl Eyerkaufer, Gary Timmermann und auch Christof Weinbrenner, Direktor der Medizinischen Klinik in Hanau, Mohamed Gassem, 15fach Hessen Meister und Mitorganisator, Helmut Kreiß aus der Organisation, bekannt als laufender Teufel und Organisator u. A. eines Schubkarrenrennens, Hans Röhrig, Sportwart HLV Kreis Offenbach / Hanau, Carsten Arndt (einer der Söhne), 16facher Deutscher Meister und, und, und...
Und Harry Arndt, „der Macher“ auch dieser Laufveranstaltung und 72jährig eher im Unruhestand, als wirklich Pensionär.
Mit Laufende waren dann die dunklen Wolken so weit über den Marktplatz gezogen, dass ein bis dahin durchgängig trockener Lauftag durch leichten Regen ein ziemlich schnelles Ende fand und auch die letzten Ehrungen vor sehr kleinem Publikum stattfanden.
Um 21:15 Uhr endete ein toller, zeitweilig drückend schwüler, aber wieder einmal ereignisreicher Lauftag in Hanau, der im Jahr 2010 sicher seine Fortsetzung findet.

(Elke Händel, SSC Mitglied und Lauf Report-erin)
Vor Ort war auch eine "Kollegin" von LaufReport, die selbst aktive Läuferin im SSC ist und einen Bericht erstellte.
Ergebnisse finden sich unter: http://www.ssc-hanau-rodenbach.de/html/Stadtlauf/Ergebnisse/2009/hu09.pdf


