31. Kasseler Citylauf, 20.06.2009
"Kassel läuft in die Nacht"
...so lautet die Unterschrift auf den Ausschreibungen und den RUNNING NEWS, die zum Lauf erstellt wurden. Eigentlich sollte es eine laue Sommernacht werden, es kam aber ganz anders.
Winfried Aufenanger, „der Macher“ vom PSV Grün Weiß Kassel und früherer Marathon – Bundestrainer, hat exzellente Kontakte in die Szene. So gelang es ihm auch dieses Jahr ein, bzw. zwei starke Felder zu den beiden Top - Läufen in die Documentastadt zu holen.

(Bambini 200 m vor dem Ziel)
Gestartet wurde dieser Citylauf um 17:15 Uhr am Florentiner Platz mit den Bambini, die eine kleine Runde von 500 m liefen und über den Königsplatz, direkt bei mir am RUNNERS POINT / Asics – Fahrzeug vorbei zum Ziel in Höhe Treppenstrasse liefen.

(freie Sicht auf den Königsplatz)
Über den Königsplatz führte bis vor ein paar Jahren noch ein Kunstwerk, welches man auch schnöde als Brücke hätte bezeichnen können. Da es aber nicht betreten werden konnte, fiel es eines Tages der Umgestaltung des Platzes zum Opfer, was damals zu Protesten aus der „Kunstszene“ führte.

(Dekoration für den Lauf)
Heute steht hier nichts mehr im Weg und so konnten die Zuschauer, die den Weg bei herbstlichen 15° Celsius in die Kasseler Innenstadt gefunden hatten, alle Felder beobachten während sie hier vorbeikamen.

(Theo Leimbach)
Mit mir gemeinsam führte wieder Theo Leimbach, Kenner der regionalen Szene und selbst aktiver Läufer, durch das Programm auf dem Köngisplatz; das war wieder eine tolle Zusammenarbeit, danke Theo!

(Startaufstellung Schüler /-innen)
Die beiden Schülerstarts über jeweils 1.000 m. wurden auf 17:50 Uhr zusammengelegt, da dort die Meldezahlen nicht so groß waren, dass eine Trennung vonnöten gewesen wäre.

(Harald Genauck, Respekt...)
Um 18:00 Uhr fand ein 5km Citywalk statt, bei dem auch der älteste Teilnehmer, Harald Genauck, Jahrgang 1925 von der LG Kaufungen unterwegs war.
18:50 Uhr gab es den Volkslauf über 10 km in 7 großen Runden und dann…
Dann kam der Regen. Just in dem Moment, als sich die Teams zum VIP – Lauf um 20:10 Uhr aufstellten, die bunt gewandet den 1 km „Gag-Lauf“ bestreiten wollten. Hier fand keine Zeitnahme statt, sondern es wurde nach dem Lauf von einer Jury bewertet, wer am originellsten gekleidet war. Die waren sicherlich schnell gefunden, denn so viele Teams waren es dann auch nicht.

(ex Karnevals Prinzen)
Hinzu kam, dass sie ca. 10 min. im heftigen Regen auf dem Königsplatz ausharrten, weil sich überhaupt niemand für sie zuständig fühlte und somit der Start einfach nicht ausgelöst wurde.

(sei schlau, schaff beim Bau...)
Irgendwann muss dann im Ziel, welches sich ca. 200 m entfernt fand, jemand bemerkt haben, „hier läuft gar keiner mehr?“ Dann hat sich doch ein Starter eingefunden und es ging durchnässt auf die Runde.
(im weißen T-Shirt die spätere Siegerin Elena Zadarozhnaya RUS)
Um 20:40 Uhr sahen die Anwesenden den Start des BKK-Ladies-Cup. Aktive aus mehreren Nationen füllten das Feld der Top – Starterinnen, bei denen zum Schluss, etwas überraschend die Startnummer 43, Elena Zadarozhnaya, 32jährig, aus Russland gewann und in einer Sprintentscheidung alle Afrikanerinnen hinter sich ließ.

(african pack)
Um 21:20 Uhr noch der Lauf der „männlichen Asse“, bei dem 3 Aktive aus Tansania auf 7 Kenianer, einen Weißrussen, 3 Ukrainer und einige Top Läufer aus Deutschland trafen.

(Kassel läuft in die Nacht)
Schnell hatte sich der afrikanische Block abgesetzt und von Runde zu Runde wurde das Feld „zerlaufen“. Die ausgeschriebenen 10km wurden in elf kleinen und somit publikumsträchtigen Runden gelaufen.

(Der Regen fordert seinen Tribut)
Die Aktiven hätten mehr Zuseher verdient, angesichts der vorherigen Regenfälle und der mittlerweile auf unter 13° zurückgegangenen Temperaturen war es aber vergleichsweise ruhig auf dem Königsplatz.

(Führungsfahrrad)
Geführt wurden alle Felder durch Mountainbiker eines regionalen Radhändlers, die durch Radfahrende Polizei unterstützt wurden.

(Jochen Miersch)
Aber auch Jochen Miersch, der hessische Volks- und Straßenlaufwart war unterwegs und sah nach dem Rechten...
Im Zielbereich, wo auch das Fernsehen anwesend war und mit Zusatzbeleuchtung gearbeitet wurde, war natürlich mehr los, zumal ja auch da die endgültigen Entscheidungen fielen. Inländische Läufer hatten erwartungsgemäß nichts mit dem Ausgang des Laufs zu tun, liefen aber ihre eigenen individuellen Tempi und machten keinen unzufriedenen Eindruck.
Fazit: In Kassel sahen witterungsbedingt wenige Zuschauer eines der stärksten Citylauf-Felder im ersten Halbjahr 2009 in Deutschland. Dies führte aber leider auch dazu, dass die Spaßläufer ein wenig vernachlässigt wurden, was sich aber prima bei einer Folgeveranstaltung beheben lässt, so dass sie bestimmt und in größerer Zahl wieder dabei sind; zumal bei besserem Wetter.
Es gab Rahmenaktivitäten auf dem Königsplatz, so dass außer Laufen auch Mitmachaktionen und Infos geboten waren.
Infos, Ergebnisse, Impressionen etc gibt es auf der Homepage unter:
http://www.kasseler-citylauf.de
Außerdem beim Dienstleister: http://www.timeteam-jung.de



