1. Lake Run Möhnesee, 04.09.2010
"470 Teilnehmer beim Lake - Run am Möhnesee..."
...so titelt die Onlineausgabe einer Regionalzeitung, welche im Internet über dieses Event berichtet.
Dies muss jedoch erheblich berichtigt werden auf die Zahl 280!
Denn das war exakt die Zahl von Starterinnen und Startern, welche an diesem sonnigen Tag die 13km oder 18km - Strecke unter die Laufschuhe nahmen, um bei der Premiere im Sauerland dabei zu sein. Gemeldet waren insgesamt 322 potentielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche jedoch nicht alle antraten.
Start und Ziel des Ganzen war auf dem Gelände der ehemaligen Graf-Yorck Kaserne in Echtrop (habe ich noch nie vorher gehört). Dort steht ein riesiges Areal zur Verfügung, von welchem partiell Teile genutzt wurden.

Eingangsbereich von innen aus gesehen...
Direkt nach Durchquerung des Eingangstores befand sich eine große Fläche, auf der Fahrzeuge des Unternehmens Suzuki präsentiert wurden und Interessenten nicht nur die Fahrzeuge selbst in Augenschein nehmen konnten, sondern auch mit entsprechenden Offroadmodellen über einen Parcours gefahren wurden. Dieser setzte eine Menge Mut und Gottvertrauen voraus, ging es doch über ein Gestell, wo die Abwärtsfahrt die Fahrzeuge nahe an die Grenzen ihrer Gefällefähigkeiten brachte.
Hier war eine separate Beschallungsanlage aufgebaut, wo ein weiterer Moderator immer wieder auf die Fahrzeuge und die Möglichkeit des aktiven Kennenlernens aufmerksam machte.
Daneben gab es eine kleine Bühne, auf welcher später die Siegerehrung stattfinden sollte und an zwei Ständen Suppe, die unvermeidlichen Würstchen und Kaltgetränke.
Die Ausgabe der Startnummern war ziemlich weit vom Eingangs- und Aktionsbereich entfernt, so dass alle zuerst einmal einen kleinen Exkurs über das Gelände machen mussten, allerdings dadurch auch direkt die Bühne für das später stattfindende Live – Konzert entdeckten.
Sowohl die Siegerehrungen, als auch das Konzert habe ich nicht mehr miterlebt, so dass ich davon nichts berichten kann. Da waren Theresa, meine Praktikantin auf eigenen Wunsch, und ich schon wieder unterwegs nach Düsseldorf, wo am nächsten Tag der KÖ – Lauf stattfand.

Start 13 und 18 km...
Es wurde pünktlich um 14:00 Uhr gestartet und es fanden sich sowohl Aktive mit gelben Startnummern ein, welche die 13km auf verkürztem Kurs bewältigen wollten, als auch die Königsklasse mit den blauen Nummern für die 18km.
Der Kurs unterschied sich dadurch, dass die 18er unterwegs eine zweite Schleife über 4 Hindernisse laufen mussten und somit die längere Strecke zustande kam. Ansonsten waren die Laufstrecke in beiden Richtungen zu bewältigen, durch erklimmen, durchwaten oder überlaufen…

Bürgermeister Gemeinde Möhnesee: Hans Dicke
Nach dem Start, zu welchem der Bürgermeister anwesend war und der sich von dem Vorhaben der Athleten sichtlich beeindruckt zeigte, waren dann alle „in der Landschaft“ verschwunden. Die Hindernisse waren nicht auf dem weitläufigen Areal verteilt, sondern in die weite Landschaft des umgebenden Sauerlandes gebaut.
Hier waren zu bewältigen: z.B. eine geflutete Teichmulde mit dem Namen TEICHSCHLUCHT, es musste unter einem Netz gerobbt werden bei der SCHLAMMSCHLACHT, es gab eine ROLLMOPSSCHRANKE, eine PYRAMIDENTREPPE etc.
Unmittelbar nach dem Start wurde das frühere Kasernengelände durch das Eingangstor verlassen und die zu diesem Zweck gesperrte Straße überquert. Dann liefen die Starter in die Runde und kehrten auf dem selben Weg zurück, um noch eine kleine Zusatzschleife auf dem Gelände zu drehen, wo 2 letzte Hindernisse warteten, damit dann von der Rückseite ins Ziel hineingelaufen werden konnte.

von links: Knut Höhler, Möhnewoman Marion Fladde, Nina Schüler, Möhneman Frank Pachura
Im Vorfeld war die Maximalzeit auf 3 ½ Stunden festgeschrieben worden, da vermittelt wurde, dass dies ein so anspruchsvoller Kurs sei, dass diese Zeiten wohl ausgenutzt würden und auch die Spitze entsprechen lang unterwegs sein würde.
Diese Zeiten wurden bei Weitem nicht benötigt; der letzte 18km Aktive benötigte „nur“ 2:15:10.
Es gab großes Erstaunen, nicht zuletzt bei der Orga, als der Sieger der 13 km bereits nach 49:47min das Ziel erreichte.
Da stellten sich Fragen wie: „hat er wirklich alle 10 Hindernisse gefunden? Wurden alle Hindernisse auch zurück überwunden?“ etc.
Ich habe dann kurz mit Sven Serke gesprochen und er hat alles mit ja beantwortet und auch der 1:34 min. später ins Ziel einlaufende Zweitplatzierte bekräftigte die Aussage, dass alles o. k. war.
Erklärend wurde erwähnt, dass es ja auch Flachpassagen und Asphaltpassagen gab, wo richtig Tempo gemacht werden konnte.
Es bleibt allein die Frage zu stellen, ob die Strecken richtig gemessen waren und die Länge somit annähernd stimmte.

Sven Serke, beobachtet vom Ehepaar Nau von GW Werl...
Die Plätze 1 bis 3 über 13km
Männer:
1. Sven Serke, Lauffreunde Bönen, 49:47
2. Sebastian Fischer, ESV Münster, 51:21
3. Bernd Stephan, LC Duisburg, 53:58

Mutter und Kind: Gisela Spiekermann-Griese
Frauen:
1. Gisela Spiekermann-Griese, 1:14:33
2. Steffi Eisenreich, Bochum, 1:19:13
3. Saskia Hankel, Bochum, 1:19:31
Kurz nach den ersten Damen über die 13 Kilometer war dann die erste blaue Startnummer zu sehen.
Hier lief einer der Favoriten als Sieger ins Ziel ein, welcher den legendären Strongmann bereist 3 Mal gewonnen hat:

Sieger der 18 Kilometer...
Männer 18km:
1. Knut Höhler, Brooks Running Team, 1:20:30
2. André Kraus, LAC Veltins Hochsauerland, 1:16:57
3. Burkhardt Schrage, Marathon Soest, 1:17:23
Bei den Frauen war ebenfalls eine ausgemachte Favoritin siegreich. Auch sie hat den Strongman, bzw. wie sie selbst anmerkte die Wertung der Strongwoman im Jahr 2010 gewonnen:

Nina Schüler mit Begleitung...
Frauen 18km:
1. Nina Schüler, Brooks Running Team, 1:22:25
2. Alba Wieczorek, Dortmund, 1:40:03
3. Friederike Queck, Tübingen, 1:40:47
*Alle Namen und Brutto-Zeiten aus den Ergebnislisten kopiert…
Es waren einige Gruppen unterwegs, die dem ganzen einen echten Event- Charakter gaben so z.B.:

Das Team 5 Freunde

Die Fußballmädels vom TuS Wickede

Die Avantgarde Hilbeck
Und natürlich waren auch Möhnewoman und Möhneman anwesend, im privaten Leben Marion Fladda und Frank Pachura von www.laufen-in-dortmund.de Die beiden haben bei über 30 Veranstaltungen in entsprechendem Outfit für diese Premiere geworben und ihnen gebührt sicher ein ordentlicher Teil des Erfolges.

"Die Duotrosen"...
Fazit:
„wenn Du bei einem Lauf nix mehr verbessern kannst, dann gibt es den Lauf wahrscheinlich nicht mehr“, hat mir mal ein alter Orga – Fuchs vermittelt und so ist es auch hier.
Eine Erstveranstaltung ist immer unwägbar und es wird schnell Kritik laut, da ja wenn, dann meist am Anfang viele Dinge nicht so sind, wie sie sein sollten, oder besser sein könnten.
Und natürlich hat die Orga für eine etwaige Zweitveranstaltung ein gut gefülltes Pflichtenheft durchzublättern. Manche „Baustelle“ muss beseitigt werden und es gilt nachzudenken, wie sich das große Gelände optimaler in die Veranstaltung einbeziehen lässt.
Die Laufwege für die Besucher, welche nicht zum Laufen angereist sind, müssen deutlich verkürzt werden und nicht nur ich wäre für regelmäßigen Kaffeenachschub dankbar.
Ingo Schaffranka, der Orgaleiter und auch Organisator anderer Events, wie z.B. dem Silvesterlauf von Werl nach Soest oder dem RWE Triathlon in Nordhorn, forderte vor dem Start die Starterinnen und Starter explizit dazu auf, ein Feedback über die Veranstaltungsseite abzugeben, so dass von dieser Seite aus sicher auch noch Anregungen kommen werden.
Jetzt wird alles nachgearbeitet und dann sehen wir mal.
Theresa war mit der Kamera unterwegs und hat einige Impressionen von Hindernissen und der Gegend eingefangen:

weites (Sauer) Land...

"Möhnesee"

Rollmopsschranke

Pyramidentreppe

Hotwheels of Hell

Rollmops in action...

tiefe Schlucht

flache Asphaltpassage

Rasenstück auf Veranstaltungsgelände
Im Netz unter www.lake-run.de
Ergebnisse unter www.mikatiming.de


