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26. Nat. Stadtlauf Bad Oeynhausen, 29.05.2009

 

"Westfalenland, Westfalenland ist wieder außer Rand und Band..."

 

Es war bis dahin ein sonniger, recht warmer Tag, an den sich an diesem Freitag der Stadtlauf in Bad Oeynhausen anschließen sollte.

(Herforder Strasse um 18:00 Uhr - noch leer)

 

Als ich an meinen Standort in der Herforder Strasse einfuhr, war hier noch überhaupt nichts los. Es schien so, dass sich noch nicht herumgesprochen hätte, dass an diesem Abend das Laufereignis stattfinden wollte.

Entsprechend waren auch die Fragen der Passanten und Kurgäste, welche sich aber dann, als ich Musik machte und das ganze anmoderierte, langsam einfanden und die Sonne zum Verweilen an der Strecke nutzten.

(Gelateria Palma)

 

Die zahlreich umliegenden Gaststätten und „Eisdielen“ wurden ebenfalls stärker frequentiert, so dass es eigentlich losgehen konnte.

(Schülerinnen bei km 0,8)

 

Geplant waren Starts für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen im Rahmen der 3.Stadtmeisterschaften in 1 Runde und somit 2.500 m.

Aufgrund der erfreulich hohen Teilnehmerzahlen von ~ 600 Aktiven wurden aus den ursprünglich geplanten zwei Starts 4 Starts gemacht, welche zwischen 18:30 und 19:25 abgewickelt werden sollten. Die Zielschlusszeit für die 2,5 km war geplant für 19:30.

Leider kam es bei den Schülerinnen zweimal zur Situation, dass Rettungswagen und Notarzt an die Strecke bzw. in den Start und Zielbereich am Rathaus I kommen mussten, so dass sich speziell der letzte Zieleinlauf extrem verzögerte.

Dies führte dazu, dass das Feld der 10 km, welche in vier gleichlangen Runden zu laufen waren, anstatt um 19:35 Uhr erst um ~ 20:00 Uhr auf die Strecke kam.

(zurückhaltende Zuschauer)

 

Mittlerweile waren die Außentemperaturen von > 20° Celsius auf ca. 18° Celsius gesunken, was den Aktiven aber eher zuträglich war; lediglich die Zuschauer standen mit verschränkten Armen im Wind und es kam keine so rechte Stimmung auf.

(Karsten Stolle aus Bielefeld)

 

Dabei sind die Ostwestfalen doch auch als Brasilianer des Nordens bekannt und es soll einzeln auch zu spontanem Beifall gekommen sein...

(Elias Sansar, noch mit Verfolger Volkmar Rolfes)

 

Als das Polizeimotorrad die Spitze ankündigte, lag eine 6köpfige Gruppe in Führung, aus welcher der spätere Sieger Elias Sansar hervorging.

Zu Elias ist zu sagen, dass er nicht nur seit 2006 Seriensieger beim Hermannslauf ist, sondern auch den Christkindllauf in Wiedenbrück seit Jahren nach Belieben „beherrscht“, die Streckenbestzeit mehrfach auf aktuelle 31:59 verbessert hat und schon 8 mal in Folge gewann.

Gewonnen hatte er in Bad Oeynhausen im Vohrjahr mit Endzeit 33:14.

Von Runde zu Runde setzte er sich weiter ab und begann ab der dritten Runde mit den Überrundungen. Überrunden mussten auch die Verfolger, so war sein Sieg bereits zur der Hälfte der Distanz nie fraglich.

Die Endplatzierungen im Ziel:

1. Sansar, Elias, LG Lage-Detmold, 32:09    2. Schirrmacher, Michael, TuS Eintracht Minden, 33:19  3. Sielemann, Jan Niklas, LGR Münster, 33:29

Die 32:09 vom Sieger bedeutet gleichzeitig eine neue Streckenbestzeit; bisher wurde diese von Bernd Theodor Pyl von der LAG Gütersloh aus dem Jahr 1999 mit 32:11 gehalten.

(die Siegerin vom HSV)

 

Bei den Frauen waren ab Beginn des Laufs die Plätze sauber von einander getrennt. Alle liefen in kleineren Gruppen und es gab keine erkennbaren Platzierungskämpfe.

Die Damen waren, so der Eindruck der mitlaufenden Männer, ohne Hasen unterwegs und liefen jeweils ihre 4 Runden ins Ziel.

So kamen die Damen in die Listen:

(zweite Frau auf dem Weg ins Ziel)

 

1. Gloede, Jutta, Hamburger SV, 39:52;  2. Waltke, Marlene, IGAS Wendland, 40:16;  3. Knobeloch, Edith, TG Werste, 41:13.

Bei den Damen hält Antje Strothman vom LC Solbad Ravensberg, seit 1998, mit 35:15 die Streckenbestmarke, welche auch diese Jahr nicht fiel.

(in breiter Formation)

 

1.126 Finisher in allen gestarteten Läufen stellten in der 26. Auflage eine neue Teilnehmerbestmarke dar.

(Startnummer 7: Matthias Wietfeld)

 

Als ich kurz vor dem Abbau war, kam ein Mann auf mich zu mit den lautstarken Worten: „was Sie hier machen…“

„Oh“, dachte ich – „jetzt musste mit einem verärgerten Anwohner diskutieren!“

Aber der Satz ging weiter mit: „das hätte auch mal Jemand im Zielbereich machen sollen. Der Sieger kam rein und wurde nicht genannt. Bei den Frauen ebenso…“ sprudelte es weiter aus ihm heraus und er merkte an, dies dem Verein mal mitteilen zu wollen.

(hinter Nr.307- Dr. Karsten Könemann, Orga Zahngesundheitslauf, Bünde)

 

Ein-, zwei Zuschauerpärchen, die vom Ziel an meinen Standort kamen, reagierten ähnlich, nur nicht so heftig.

(mal lang, häufig kurz gekleidet...)

 

Hier muss natürlich angemerkt werden, dass die TG Werste diesen Lauf letztes Jahr erstmalig „übernommen hatte“ und somit 2009 nun die Bewährung sein sollte. Alles in allem denke ich, ist dies auch gelungen.

(Nr. 333, Heinrich Vollbracht, M70, SC Herford)

 

Natürlich bringt es eine junge Organisation aus dem Konzept, wenn im Zielbereich gleich zwei Schülerinnen umfallen und Notarzt und Rettungswagen vorfahren und vor „interessiertem“ Publikum schnell gehandelt werden müssen. Außerdem stehen die vorbereiteten und aufgewärmten Aktiven in den Startlöchern und müssen vertröstet werden hinsichtlich einer Startverschiebung von fast 30 min.

(u. A. auch Läufer /-innen der Feuerwehr)

 

Aber es ist natürlich jedem hoffentlich klar, dass in allen Fällen die Gesundheit jeder oder jedes Einzelnen Vorrang vor allem Wettkampfambitionen hat.

Ältester Teilnehmer des 10 km Laufs war der in der M75 startende Helmut Segebade aus Bückeburg, welcher dem Jahrgang 1933 angehört; und er wurde mit Abstand  n i c h t  Letzter...

Das Jahr 2010 wird einen neuen Bad Oyenhausener Stadtlauf bringen, bei dem dann ein weiteres Jahr Erfahrung in Planung und Durchführung einfließen werden.

Die Ergebnisse der vergangenen Jahre und vom aktuellen Lauf, sowie (in Kürze) Fotos finden sich auf der Veranstaltungsseite unter: http://www.stadtlauf-bad-oeynhausen.de/

RUNNERS POINT FAHNE