2. Porta Marathon, 30.05.2010
"wieder Regen bei der zweiten Auflage in Ostwestfalen..."
Genau so, wie ich es in der Vorbereitung dieses Marathons gesehen habe, hat es auch dieses Jahr beim PORTA Marathon geregnet.

("Durch diese hohlen Gassen müssen sie laufen...")
An meinem Standort am Schwichowwall, unmittelbar in Nähe meines Hotels, nieselte es bereits morgens gegen 08:00 Uhr. Dies entwickelte sich dann zeitweilig weiter zu regelmäßigem, fast lippisch zu nennendem Landregen.

(Regen? Egal! Dr. Hans-Werner Rekers, OSC Osnabrück...)
Und auch Platzregenschauern, begleitet von kurzen heftigen Windstößen ließen leider nicht auf sich warten; ganz im Gegenteil zu möglichen Zuschauern. Die waren an diesem durchgehend ungemütlichen Tag Mangelware.

(Verpflegungsstand)
Als gegen 09:36 Uhr die Marathonspitze an meinem Standort, bei ca. km 10,3, vorbeilief, war am Straßenrand, außer ein paar Helfern und den legendären „C-Mädchen“, welche die Getränke anreichten, tote Hose.

(Die Einsamkeit des Langstreckenläufers: erster Mann...)
Dafür war aber bereits eine Vorentscheidung hinsichtlich des Ausgangs des Rennens gefallen. Ole Krumsiek lag zu diesem Zeitpunkt bereits in Führung vor seinem Vereinskollegen Christian Pahl vom TSVE Bielefeld.
Dies sollte sich auch bis zum Zieleinlauf nicht mehr ändern…

(Wetterfeste Beobachter der Szene...)
Das Ergebnis der Männer – 178 im Ziel:
1. Ole Krumsiek, TSVE Bielefeld, 2:41:07
2. Christian Pahl, TSVE Bielefeld, 2:58:25
3. Ingo Wissmann, TV Lemgo, 2:54:54
Bei den Frauen lag die Einheimische Silke Rösener von der LG Eintracht Minden in Führung und gab diese auch nicht mehr ab.

(Silke Rösener nach 10,3km mit Radfahrer...)
Endergebnis Frauen Marathon – 23 im Ziel:
1 Silke Rösener, TuS Eintracht Minden, 3:02:44
2 Imke Helling, 3:24:02
3 Katharina Ganter, TuS Eintracht Minden, 3:29:47

(Staffel RASOLANI, Adrian Schürmann und Laura Waschkowski)
Um 10:00 Uhr startete der Staffelmarathon, bei dem 4 Aktive ein Team stellen. Hier wurde an meinem Standort zweimal gewechselt, nach dem ersten Viertel und nach ¾ der Strecke.
Insgesamt 81 Staffeln erreichten das Ziel = 324 Aktive.
Die Strecke war an meinem Wechselpunkt hervorragend vorbereitet und mehrere hundert Meter mit Sperrgittern und großen Transparenten so gekennzeichnet, dass sich niemand verlaufen konnte. Wechsel rechts, Durchlauf links, top.

(Sonne im Herzen: Horst Kruse, Lübbecker Berglöwe...)
Zwischenzeitlich kam mal für einige Minuten kurz die Sonne raus. Als die erste Frau wieder bei mir vorbeilief und somit ~ 31,4km absolviert hatte, regnete es erneut in Strömen.

(Sieger im Schlussspurt, mit Sonne...)
Und so blieb es dann leider auch bis hin zum Ende und dem Abbau...
(Silke verschwommen im Regen nach 31,4km...)
Die Siegerstaffel stand nach den ersten 10,3km bereits uneinholbar fest; als ich die Staffel der TG Werste nach ~ 31,4km wieder sah, war der Vorsprung gewaltig; zum Ziel hin rückten Platz 1 und 2 noch einmal näher zusammen, es ging aber alles klar für die fixen Werster...
Staffeln:
1 Fixer TG Werste Mix, 2:47:39
2 LG Porta, 2:51:22
3 Post SV Hannover I, 3:01:13
12:00 Uhr war der Zeitpunkt für den Halbmarathon, der mit 535 Aktiven im Ziel den zweitgrößten Block ausmachte.

(Halbmarathon - Pulk, blaue Startnummern...)
Wie bei den Staffeln auch, waren die Startnummern ziemlich gut erkennbar, im Gegensatz zu den katastrophalen, negativ gedruckten Nummern der Marathoni.
Es gab dichte Felder am km 10,3 und die Läuferinnen und Läufer profitierten von den auf Wechsel wartenden Aktiven der Staffeln, so dass zwischenzeitlich der Eindruck entstand, es wäre hier richtig was los gewesen…
Halbmarathon Ergebnis:
Frauen:
1. Martina Sohl, Endspurt OWL, 1:32:33
2. Nadine Kleymann, TSVE Bielefeld, 1:34:06
3. Sarah Hesse, TuS Eintracht Minden, 1:34:24
Männer:
1. Michael Schirrmacher, TuS Eintracht Minden, 1:16:40
2. Bernd Nedderhoff, LC Solbad Ravensberg, 1:17:25
3. Gert Krauße, TuS Eintracht Minden, 1:17:57
Ich denke, dass an anderen Stellen, besonders im Start- und Zielbereich beim PORTA – Haus, viel los gewesen sein mag; hier war das nicht so !

(Laufgruppe von PV Triathlon Witten...)
In Porta Westfalica, startete außerdem um 14:15 Uhr noch ein 10km – Lauf mit 239 Registrierten im Ziel.
Es gab ab 16:00 Uhr mehrere Bambiniläufe mit insgesamt 544 Kids bis hin zum Jahrgang 2007.

(I´m walking, Wolfgang und Helmut...)
Fazit:
Kurios ist, dass die Veranstaltung PORTA „Marathon“ heißt, wobei diese Distanz die geringsten Teilnehmer aller Felder aufweist.
Außerdem kurios ist, dass die Bambini die größte Zahl an verzeichneten Finishern haben.
Die Gesamtteilnehmerzahl aller 5 angebotenen Aktivitäten im Ziel liegt bei 1.643, von denen der Marathon lediglich 12% ausmachen.
Da ist die Orga sicher gut beraten nachzudenken, ob diese Namensgebung für die Zukunft ab der Folgeveranstaltung 2011 noch die richtige ist.
Bestimmt steckt in dieser Veranstaltung Potential, aber warum dann nicht einen PORTA Halbmarathon mit 5 und 10km und Halbmarathon - Staffel anbieten?
Die große Zahl von ~ 600 Helferinnen und Helfern ist sicher auch dann mit Feuereifer bei der Sache und würde sich über eine kürzere Zeit im Regen freuen. Und auch wenn es nicht regnen sollte: durch Vorbereitung auf einen Halben unter Einbindung von z.B. Eintracht Minden lässt sich sicher, mit entsprechender Werbung, noch Läuferpotential akquirieren.
Alles zur Veranstaltung: http://www.porta-marathon.de/
Ergebnisse: www.mika-timing.de
Und dann war da noch:
Dr. Sigrid Eichner vom SCC Berlin.
Sigrid ist die Frau, welche weltweit die meisten Starts und Zieleinläufe bei Marathons aufzuweisen hat.

(Horst und Sigrid beim Adventmarathon in Arolsen...)
Sie ist das weibliche Gegenstück zu Horst Preisler, der jetzt bald 1.700 Marathons gelaufen ist. So sieht der Zuschauer auch die Beiden öfter mal gemeinsam bei Veranstaltungen.
Sigrid, hier erwähne ich es mal, ist in der W70 unterwegs und beendete hier ihren 1.515ten Marathon in Endzeit 4:51:46 und war damit auf Gesamtplatz 20 bei den Frauen gesamt.
Gratulation…


