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8. RWE Duathlon Nordhorn, 28.08.2010

 

 

"Das ist ja komisch. Sollte das nicht heute eigentlich ein Triathlon sein?"

 

 

Diese Frage haben manche Anwesende an diesem Tag gestellt, aber:

als Theresa, „Praktikantin auf eigenen Wunsch“, und ich uns über die A30 Nordhorn näherten wussten wir natürlich schon aus dem Radio, dass in der Gegend durch die starken Niederschläge der vorangegangenen Nacht mit hohen Wasserständen zu rechnen war.

 

                               Eigentlich ist hier Land...

 

Was wir dann jedoch links und rechts der Autobahn sahen, war schon beeindruckend. Kleinere Bäche und Flussläufe waren weit über die Ufer getreten und es erinnerte etwas an Seenlandschaften. Im Fernsehen war vormittags zu sehen, wie Kühe bündig mit der Wasseroberfläche abschlossen und das auf ihren üblichen Weiden. In Osnabrück war der Katastrophenalarm ausgerufen worden und in den Kreisen Borken und Steinfurt war ebenfalls vielerorts Land unter…

So schlimm erschien es uns hier jedoch nicht, als wir von der Autobahn aus nach Nordhorn hinein fuhren. Die Einfallstraßen waren sämtlich (noch) trocken, zumindest was stehendes Wasser betrifft.

 

                                Vechtesee - no way...

 

Der Anblick, den jedoch der Vechtesee dann bot war so eindeutig, dass die Frage aufkam: „fahren wir jetzt direkt wieder zurück, oder geschieht hier heute noch was?“ Durch den See fließt die Vechte, führte jetzt jedoch allerlei Treibgut mit, da ein Flutwehr geöffnet werden musste, um Schlimmeres zu verhindern.

Ingo Schaffranka, der Orgaleiter, war bis ca. 11:00 Uhr in einer Besprechung mit den Verantwortlichen der Stadt Nordhorn, der Wasserrettung und weiteren beteiligten Entscheidungsträgern. Fazit: die Stadt Nordhorn untersagte das Schwimmen im Vechtesee. Ein Ausweichen in ein Schwimmbad war nicht möglich.

So waren die Verantwortlichen des Triathlons aufgrund des Verbots seitens der Stadt zwar aus der Schusslinie genommen, mussten jetzt jedoch den Gemeldeten verkünden, dass es nun ein Duathlon wird.

Damit kam natürlich Skepsis auf, wie das denn überhaupt so gesehen würde. Führen die bereits Anwesenden wieder ab? Sorgte die Telefonkette dafür, dass weitere Interessenten erst gar nicht anreisen?

Verschärfend zu den hohen Wasserständen kam hinzu, dass es "wie aus Kübeln" regnete. Es war zeitweilig extrem windig und die Temperatur erlebte einen Sturz von ca. 19° auf bis zu 12°; kurzum es war ungemütlich...

 

       Keine Fundache, sondern das erste abgestellte bike...

 

Noch eine Stunde vor dem Start stand erst ein einziges Fahrrad in der Wechselzone, das machte keinen Mut…

Im Vorfeld war bereits das ausgeschriebene „swim and run“ für Kids abgesagt worden. Somit gab es zwei ausgelobte Startzeiten: 15:00 Uhr Start für die Einzelstarter /-innen und 15:05 Uhr Start für die Staffeln.

 

                                       Wechselzone

 

Mit der nach und nach herauskommenden Sonne und den wieder steigenden Temperaturen kamen dann auch die Aktiven mit ihren Fahrrädern in die Wechselzone und suchten sich ihre Stellplätze, so dass sich dann schnell der Bereich füllte. Zeitgleich kamen natürlich auch Bekannte, Verwandte, Vereinskollegen und interessierte Zuschauer.

 

                  Warten auf die Wettkampfbesprechung

 

So waren schließlich 215 Startnummern vergeben für 171 Einzelstarter /-innen und für 44 Staffeln. Letztlich im Ziel wurden von www.alms.de dann 154 Zeiten registriert von 117 Einzel- und 37 Staffel – Finishern…

Das gibt eine Gesamtzahl (3 pro Staffel) von 228 Aktiven. Das war für die Bedingungen gar nicht schlecht.

 

        Topps am Start mit Favoriten in der ersten Reihe...

 

Der Start erfolgte auf der anderen Seite einer kleinen Brücke, welche einen Engpass darstellt, in Sichtweite zum See. Hier starteten die Aktiven dann in zwei Laufrunden = 4km. Nach dem Start der Einzelnen folgten die Staffeln, so dass genügend Zeit war, dass sich beide Felder auseinander liefen, bevor es den ersten Kontakt auf der Laufstrecke gab.

 

                 Spaß bei den Staffeln - mit 502 "Fanta 3"...

 

 

Schnell war klar, dass mit Klaus Eckstein erneut „der Lokalmatador“ vom LC Nordhorn an der Spitze lag. Ihm folgten 3 weitere Vereinskollegen und bestimmten von Anfang an das Tempo im Wettbewerb.

 

                  Zwischenzeitmatte im Sonnenschein...

 

Die Frauen sahen eine gemischte Spitze, jedoch auch hier eine Aktive vom örtlichen LC Nordhorn mit Silvia Ottoweiß, die auch keine Zweifel an ihrem Siegeswillen aufkommen ließ.

Nach den zwei Laufrunden ging es dann in die Wechselzone, wo nach vollzogenem Wechsel die Räder bis über das Champion – Chip – System von Mikatiming geschoben wurden.

 

             Unmittelbar vor Erreichen der Wechselzone...

 

Dann folgte ein 20km Radstrecke, bei der bereits Passagen mit leicht  stehendem Wasser passiert wurden. Nach Aussage einiger Finisher im Ziel stellte dies jedoch zu keiner Zeit eine Gefahr dar.

Zum Ende hin wurden noch einmal 2 Runden gelaufen mit Finish neben der Bühne.

 

         Klaus Eckstein, LC Nordhorn

 

Männer Duathlon:

1. Klaus Eckstein, LC Nordhorn, 59:04

2. Nicholas Lembcke, LC Nordhorn, 1:01:06

3. Markus Götz, LC Nordhorn, 1:01:26

 

             Silvia Ottoweiß, LC Nordhorn

 

Frauen:

1. Silvia Ottoweiß, LC Nordhorn, 1:11:07

2. Ulrike Elsbernd, TV Gronau Triathlon, 1:13:18

3. Imke Sumbeck, FC Schüttorf, 1:17:50

 

Bei den Staffeln hatte von Anfang an das erfahrene Team vom TV Gronau die Nase vorn und siegte zum Ende hin auch souverän:

 

Staffeln – Männer:

1. TV Gronau Triathlon, 59:16

2. „Peter“, 1:01:59

3. Das Uhrwerk, 1:03:30

 

Staffeln Mixed:

1. Kiettenquäler, 1:06:02 (ja es heißt Kiettenquäler)

2. Tri-Team Nordhorn, 1:06:30

3. Niedersächsisch-fränkische Sportvereinigung, 1:12:23

 

Staffel Frauen:

1. Drei Engel 4.0, 1:18:33 (4.0 = vierte Teilnahme in Nordhorn)

2. Team KaTaMaRun, 1:19:29

3. „Hannelore“, 1:47:26

Aus der letzten Damenstaffel kam dann mit Hannelore die Dame, welche diese Veranstaltung insgesamt abschloss.

 

   Kein leichter Job heute: Ingo Schaffranka

 

Anschließend führte Ingo Schaffranka auf der Bühne die Siegerehrungen durch, da waren Theresa und ich jedoch schon wieder unterwegs in den „trockenen Südwesten“, da am nächsten Tag der nächste Lauf mit dem http://www.koberstaedter-marathon.de/ auf uns wartete…

 

                               Feuerwehren im Einsatz

 

Während der Rückfahrt fuhren wir dann bereits innerörtlich über Straßen, in denen das Wasser langsam stieg. Später war im Radio zu hören, dass Bereiche der Innenstadt von Nordhorn gesperrt seien – Glück gehabt.

Auf der Autobahn kamen uns etliche Feuerwehreinsatzkräfte in ihren Fahrzeugen entgegen.

 

                              geschafft...

 

Alle Infos, Ergebnisse etc. zum diesjährigen Duathlon finden sich auf: http://www.rwe-triathlon.de/

Nächster Termin 27. August 2011

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